Yemen

Der Jemenkrieg drängt Kinder zur Arbeit

Zerbombte Schule im Jemen

Seit dem Beginn der Jemen-Krise 2014 sind bis Ende 2019 mehr als 230.000 Menschen gestorben – und es werden nicht weniger. Die Kinder sind besonders stark von der Krise betroffen. Entweder sind ihre Väter tot oder arbeitslos, sie müssen sich daher selbst um Arbeit bemühen.

Leid im Jemen wird durch saudische Bombardierungen von Schulen vergrößert

Jemen nach Bombardierung von Saudi-Arabien

Krieg, Hunger und Cholera, – so könnte man die aktuelle Situation im Jemen zusammenfassen. Hauptleidtragende sind die Kinder. Laut UNICEF sind 80 Prozent auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die durch die Dürre hervorgerufene Hungerkrise wird durch den Krieg verschärft. Viele Kinder können am Tag nur eine Mahlzeit aus Tee und Brot bekommen. Das hat Folgen. Über zwei Millionen Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt. Insgesamt haben 14 Millionen Menschen nicht genug zu essen. Das ist die Hälfte der Gesamtbevölkerung! Dazu kommt der Ausbruch der Cholera, der laut der UN weltweit am schlimmsten ist. Insgesamt starben bisher 1900 Menschen an den Folgen, davon waren mindestens 25 Prozent minderjährig. Noch erschreckender sind die Cholera-Verdachtsfälle. Hier sind 400.000 Menschen betroffen. Fast die Hälfte sind Kinder. Zweidrittel der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wenn sich das nicht ändert, wird die Situation sich weiter zuspitzen!