Soldaten

Wenn Soldat zu werden der einzige Ausweg ist

„Es ist meist die absolute Not, die Kinder in die Arme bewaffneter Gruppen treibt“, so Ekkehard Forberg, Friedensexperte bei World Vision. Die Kinderhilfsorganisation World Vision führte eine Studie durch, die sich mit den Ursachen beschäftigen, warum Kinder sich freiwillig bewaffneten Gruppen anschließen. Die Organisation befragte zu diesem Thema befreite Kindersoldaten in verschiedenen Ländern. Die Länder waren die DR Kongo, der Irak, Kolumbien, der Südsudan und die Zentralafrikanische Republik. Diese „Freiwilligkeit“ entspricht laut Forberg nicht wirklich einer echten Freiwilligkeit, da die Kinder keine andere Wahl haben.

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Red Hand Day – Kinder stehen für unseren Konsum an der Waffe

Heute ist Red Hand Day! Der Red Hand Day findet jährlich am 12. Februar statt. Er erinnert an den Tag, an dem 2002 das Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention zum Verbot des Einsatzes von Kindern als Soldaten in Kraft trat. Weltweit setzen Schüler mit roten Handabdrücken ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindersoldaten.

Red Hand Day – ein Zeichen gegen Kindersoldaten

Jedes Jahr am 12. Februar, dem sogenannten Red Hand Day, protestieren Menschen gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten. Seit 2002 erinnert der Tag an das Schicksal von Kindern, die auf der ganzen Welt zu Einsätzen in bewaffneten Konflikten und Kriegen gezwungen werden. Die Rote Hand gilt weltweit als Symbol für den Schutz von Jungen und Mädchen, die in bewaffnete Konflikte ungewollt hineingezogen werden.

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Deutsche Waffen in den Händen von Kindersoldaten

Deutschland zählt seit Jahren zu den größten Waffenexporteuren der Welt und obwohl die Ausfuhrauflagen für deutsche Waffenhersteller als hoch gelten, landen deutsche Waffen und Munition regelmäßig in den bekannten Krisen- und Kriegsgebieten dieser Erde. In einer Kampagne gegen Waffenexporte der „Hilfe für Kinder in Not“, die zur Bundestagswahl 2017 startet, wird geschätzt, dass alle 14 Minuten ein Mensch durch eine deutsche Waffe stirbt.

Leid im Jemen wird durch saudische Bombardierungen von Schulen vergrößert

Krieg, Hunger und Cholera, – so könnte man die aktuelle Situation im Jemen zusammenfassen. Hauptleidtragende sind die Kinder. Laut UNICEF sind 80 Prozent auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die durch die Dürre hervorgerufene Hungerkrise wird durch den Krieg verschärft. Viele Kinder können am Tag nur eine Mahlzeit aus Tee und Brot bekommen. Das hat Folgen. Über zwei Millionen Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt. Insgesamt haben 14 Millionen Menschen nicht genug zu essen. Das ist die Hälfte der Gesamtbevölkerung! Dazu kommt der Ausbruch der Cholera, der laut der UN weltweit am schlimmsten ist. Insgesamt starben bisher 1900 Menschen an den Folgen, davon waren mindestens 25 Prozent minderjährig. Noch erschreckender sind die Cholera-Verdachtsfälle. Hier sind 400.000 Menschen betroffen. Fast die Hälfte sind Kinder. Zweidrittel der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wenn sich das nicht ändert, wird die Situation sich weiter zuspitzen!