Kindersoldaten

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Mit dem ACCEL Africa Projekt möchte die ILO Kinderarbeit in Afrika bekämpfen.

ILO: „ACCEL Africa“ soll Kinderarbeit in Afrika bekämpfen

Im Rahmen der „Sustainable Development Goals“ der Vereinten Nationen haben sich alle 193 Mitgliedstaaten dafür ausgesprochen, sofortige und wirkungsvolle Maßnahmen zu ergreifen, um Zwangsarbeit, moderne Sklaverei, Menschenhandel und die schlimmsten Formen von Kinderarbeit, Kindersoldaten inbegriffen, bis 2025 abzuschaffen. Weltweit gehen circa 152 Millionen Kinder einer Beschäftigung nach. Die Hälfte der… Weiterlesen »ILO: „ACCEL Africa“ soll Kinderarbeit in Afrika bekämpfen

Kindersoldat mit Waffe

Nachfrage nach Konfliktrohstoffen fördert Einsatz von Kindersoldaten

Der kongolesische Junge Nestor Songolo ist gerade einmal 13 Jahre alt gewesen, als er und seine Freunde auf dem Schulweg von bewaffneten Milizen überfallen und verschleppt wurden. Anfangs zwangen ihn die Milizen mit Gewalt zum Kämpfen und Töten, später kämpfte und tötete er, um den Mord seiner ermordeten Mutter zu rächen. Selbst nach vorläufigen Friedensverhandlungen stellte sich für Nestor keine Normalität ein, da er seine Familie verlor, in seinem Dorf aufgrund seiner Taten geächtet wurde und nun mit schmerzvollen Erinnerungen an Gewalt- und Gräueltaten leben muss.

Kinder in der Schule

Wirksam gegen ausbeuterische Kinderarbeit – aber wie?

Mit 15 Jahren hat Yi Yi angefangen, in einer Textilfabrik in Myanmar zu arbeiten, ihre beiden Freundinnen mit nur 14 Jahren. Ihre Familie war abhängig vom Einkommen ihrer Tochter, doch selbst dieses war mager: Umgerechnet ca. zwei Euro pro Tag bekam sie anfangs. Ausbeuterische Kinderarbeit ist in der myanmarischen Textilbranche weit verbreitet. Die Folgen für die vielen Kinder, die in asiatischen Textilfabriken tätig sind, sind vielfältig: Stickige Arbeitsplätze, die oftmals auch als Wohnorte dienen, sowie Wunden an den Händen und das Einatmen giftiger Dämpfe bei der Färbung von Textilien schädigen die Gesundheit der Kinder, denen auch ein Schulbesuch nicht möglich ist. Die Fabrik, in der Yi Yi arbeitet, fertigt unter anderem für Takko, einen deutschen Textilhändler. Auch für H&M und Primark wird in Myanmar produziert.

Zerbombte Schule im Jemen

Der Jemenkrieg drängt Kinder zur Arbeit

Seit dem Beginn der Jemen-Krise 2014 sind bis Ende 2019 mehr als 230.000 Menschen gestorben – und es werden nicht weniger. Die Kinder sind besonders stark von der Krise betroffen. Entweder sind ihre Väter tot oder arbeitslos, sie müssen sich daher selbst um Arbeit bemühen.

Ein Leben als Kindersoldat: Mädchen sind genauso betroffen wie Jungen

Kinder haben nichts mit dem zu tun, was bewaffnete Konflikte verursacht. Dennoch sind sie am schwerwiegendsten betroffen. Sie leiden unter Hunger und Krankheiten, sie werden gefoltert, getötet und sexuell missbraucht. Sie können nicht zur Schule gehen, werden Opfer von Menschenhandel, von ihren Familien getrennt oder als Kindersoldaten rekrutiert. Ihre Situation in Kriegs- und Konfliktregionen verschärft sich zunehmend, raubt ihnen Kindheit, Perspektive und Gesundheit. 2018 lebten weltweit 415 Millionen Minderjährige in Konfliktgebieten. Das ist jedes sechste Kind. Die Zahl der schweren Verbrechen gegen sie ist seit 2010 um 170 Prozent gestiegen.

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