Kamerun

Vierte Welt-Kakao-Konferenz: Werden den Worten nun endlich Taten folgen?

Hunderte Variationen von Schokoeiern, Osterhasen aus dunkler, weißer oder Vollmilchschokolade – Vor rund einem Monat war Ostern. Und Schokolade gehört zum Osterfest einfach dazu. Doch das Grundprodukt für die Süßigkeit, Kakao, wird oft zu nicht fairen Bedingungen angebaut. Bittere Armut, Kinderarbeit und ökologische Zerstörung prägen die Kakaoindustrie. Vor allem die Kakaobauern in den Hauptanbauländer Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria und Kamerun, von wo 70 Prozent des weltweit angebauten Kakaos stammen, aber auch Staaten in Asien und Lateinamerika sind betroffen.

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Armut treibt immer mehr Kinder und Jugendliche in die Fänge von Boko Haram

Nigeria Kinder

In Nigeria kamen am vergangen Dienstagmorgen bei einem Selbstmordanschlag mindestens 50 Menschen ums Leben. Der mutmaßliche Attentäter war ein Teenager. Hinter dem Anschlag steckt vermutlich die islamistische Terrororganisation Boko Haram. Zuletzt verübten immer mehr Kinder und Jugendliche grausame Selbstmordattentate im Namen der Extremisten.

UNICEF fordert G20-Staaten zum Schutz von Kindern auf der Flucht auf

UNICEF Flagge

Kurz vor dem G20 Gipfel veröffentlichte UNICEF einen Bericht zu Fluchtursachen von Kindern in West- und Zentralafrika. Insgesamt seien 12 Millionen Menschen in der Region unterwegs – sieben Millionen davon minderjährig. Rund 75 Prozent der Kinder fliehen in andere Regionen auf dem Kontinent, weniger als 20 Prozent wagen die gefährliche Reise nach Europa. Viele fliehen vor der Terrorgruppierung Boko Haram, die im Nordosten Nigerias ihr Unwesen treibt. Dabei verübt die sunnitische Extremistenmiliz auch in den angrenzenden Nachbarländern Kamerun, Niger und Tschad Anschläge. Nicht selten werden dabei Kinder als Selbstmordattentäter missbraucht.