Kakao

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Trotz internationaler Aufmerksamkeit ist Kinderarbeit in der Kakaoproduktion noch immer an der Tagesordnung

Geht man in einen Laden, um Schokolade zu kaufen, gibt es eine riesige Auswahl an Marken und Preisklassen. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass immer mehr Hersteller auf fair-trade Siegel setzen, um uns beim Kauf ein gutes Gewissen zu geben. Denn ähnlich wie bei Kaffee findet langsam ein Umdenken statt. So sind bereits vor Jahrzehnten die schlechten Arbeitsbedingungen der Kakaobauern in die Schlagzeilen geraten, was einen Großteil der Firmen dazu brachte, vermehrt auf eine saubere Herkunft zu achten – man wollte ja keinen schlechten Ruf bekommen. Eines der Hauptprobleme in den Herkunftsländern war, dass Millionen Kinder bei der Ernte eingesetzt werden und dabei extremen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind. Trotz aller Bemühungen konnte dieser Missstand jedoch bis heute nicht beseitigt werden und gibt immer noch Grund zur Sorge. Letztlich kann fast jede Schokolade aus afrikanischem Kakao mit Kinderarbeit in Verbindung gebracht werden und selbst eine fair-trade Beschriftung gibt keine Garantie, dass Kinder nicht zum Einsatz kamen. Folglich werden nicht nur die Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung verunsichert – man muss leider auch zugeben, dass alle bisherigen Maßnahmen gegen Kinderarbeit im Kakaogeschäft nicht die erwünschte Wirkung gezeigt haben und sich die armutsbedingte Lebenswelt der Bauern trotz erhöhtem Engagement nicht verändert hat.

Internationaler Tag gegen Kinderarbeit – noch steht ein langer Weg bevor

Heute jährt sich zum 17. Mal der Internationale Tag gegen Kinderarbeit, den die ILO 2002 ins Leben rief. Dabei ist das vorrangige Ziel, die weltweite Aufmerksamkeit auf das globale Ausmaß zu lenken, sowie Lösungsansätze zu präsentieren, um das Problem ein für alle Mal zu beenden.

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Vierte Welt-Kakao-Konferenz: Werden den Worten nun endlich Taten folgen?

Hunderte Variationen von Schokoeiern, Osterhasen aus dunkler, weißer oder Vollmilchschokolade – Vor rund einem Monat war Ostern. Und Schokolade gehört zum Osterfest einfach dazu. Doch das Grundprodukt für die Süßigkeit, Kakao, wird oft zu nicht fairen Bedingungen angebaut. Bittere Armut, Kinderarbeit und ökologische Zerstörung prägen die Kakaoindustrie. Vor allem die Kakaobauern in den Hauptanbauländer Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria und Kamerun, von wo 70 Prozent des weltweit angebauten Kakaos stammen, aber auch Staaten in Asien und Lateinamerika sind betroffen.

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Unfairer Handel: Westafrikanische Kakaobauern erhalten nur sechs Prozent

Schokolade gibt es in Supermärkten hierzulande in allen erdenklichen Formen, ob quadratisch, dreieckig oder in Gestalt eines Osterhasen. Die großen Süßwarenhersteller wie Nestle, Mondelez und Ferrero bieten uns passend zu allen Festen, die wir feiern, süße Versuchungen aus Schokolade an. Die wichtigste Zutat, die Kakaobohne, wächst aber vor allem in… Weiterlesen »Unfairer Handel: Westafrikanische Kakaobauern erhalten nur sechs Prozent

Ü-Ei

Böse Überraschung im Ü-Ei?

Das beliebte Überraschungsei von Ferrero könnte weit mehr Kinderprodukt sein, als seine Zielgruppe vermuten lässt. Beim Konzern bahnt sich ein Skandal an, der neuerlich auf Kinderarbeit und Ausbeutung hindeuten könnte.

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Junge beim Kakao - Trocknen

„Kinder“-Schokolade – Ist da drin, was draufsteht?

Viele Erwachsene hierzulande kennen weder die Farbe der Kakaobohne noch wissen sie wie Kakao eigentlich wächst. Anders ist das bei den Kindern aus der Elfenbeinküste. Sie kennen die Frucht sehr gut. Die Côte d’Ivoire, wie das Land offiziell heißt, ist der größte Kakaoproduzent der Welt. Jede dritte auf der Welt… Weiterlesen »„Kinder“-Schokolade – Ist da drin, was draufsteht?