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Kinderarbeit auf Tabakplantagen: Eine moderne Form der Sklaverei

Tabak Malawi Arbeiter in Malawi bereiten Tabakblätter zum Trocknen vor. | Bild (Ausschnitt): © IFPRI -IMAGES [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Die Sonne ist noch nicht aufgegangen, es ist vier Uhr morgens. Doch für viele Arbeiter, die auf Malawis Tabakplantagen die Felder bewirtschaften, beginnt schon jetzt ein anstrengender Tag. Viele von ihnen sind Kinder. Ohne ein Frühstück eingenommen zu haben, bearbeiten sie für einige Stunden die Böden mit schweren Hacken. Anschließend geht es für manche von ihnen für wenige Stunden in die Schule. Die meisten jedoch, können es sich nicht leisten die Schule zu besuchen. Die Schulgebühren sind zu hoch, als dass ihre Familien dafür aufkommen könnten. Und ihre Arbeitskraft wird dringend auf den Feldern gebraucht. Nach Schulschluss bekommen sie ihr erstes und oft einziges Mahl des Tages – einen Teller Maisbrei. Dann geht es zurück auf die Tabakfelder, wo die Kinder bis zum Tagesende schwere körperliche Arbeit verrichten.
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Das Eis im Sommer – Ein bitter-süßer Genuss

Palmöl im Speiseeis Das Eis im Sommer - eine beliebte und willkommende Abkühlung. In vielem Eis ist jedoch Palm- oder Kokosöl und damit oftmals auch Kinderarbeit enthalten.  | Bild (Ausschnitt): © Ivan Radic [CC BY 2.0]  - flickr Endlich sommerliche Temperaturen – da gehört das Eis für viele als fester Bestandteil einfach dazu. Die süße Abkühlung erfreut sich in Deutschland äußerster Beliebtheit: Jährlich werden pro Person etwa acht Liter Eis, also ungefähr 120 Kugeln, konsumiert. Doch wie in vielen anderen Produkten auch, steckt im Eis oft eine sehr problematische Zutat: Palmöl. Billiger als Vollmilch und Sahne macht es das Eis cremiger und lässt es langsamer schmelzen. Doch nicht nur im Eis findet es Verwendung: In zahlreichen Lebensmitteln, darunter vielen Süßwaren, ebenso wie in Kosmetikprodukten steckt Palmöl.
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2,26 Millionen Kinderarbeiter: Schokoladenindustrie ist im Kampf gegen Ausbeutung gescheitert

 Sie schmeckt so süß und ist doch so bitter. Schokolade ist nicht für alle ein Genuss. | Bild (Ausschnitt): © n.v. - Pixabay Es ist ein besonders ungerechtes Paradoxon: Schokolade, die Kinder hierzulande zu sämtlichen Anlässen geschenkt bekommen, beruht auf der Ausbeutung von anderen Kindern. In Ghana und der Elfenbeinküste schuften 2,26 Millionen Minderjährige für die süßen Produkte der großen Schokoladenkonzerne Modelez, Barry Callebaut, Mars, Godiva und Co. Obwohl sich die Marktführer bereits 2001 im Harkin-Engel-Protokoll dazu verpflichtet haben, wenigstens die gefährlichsten Formen der Kinderarbeit in den Hauptanbauländern für Kakao um 70 Prozent zu reduzieren, zeigt eine aktuelle Studie der Universität von Chicago: Die Konzerne haben nicht nur ihr Ziel verfehlt – die Entwicklung geht sogar in die andere Richtung.
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Wie das reichste Land Asiens myanmarische Mädchen ausbeutet

 Der Wohlstand Singapurs basiert auf der Ausbeutung Anderer- auch von Kindern | Bild (Ausschnitt): © Focuszaa [Pixabay License]  - pixabay Am 13. Oktober 2017 fand man in Singapur den leblosen Körper von Ma Wain Wain. Die 23-jährige Myanmarin war aus einem Fenster im 18. Stock des Wohnhauses gefallen, in dem sie seit wenigen Wochen als Hausmädchen gearbeitet hatte. Die Behörden gehen von Selbstmord aus. Doch der echte Schock kam erst danach: Es stellte sich heraus, Wain Wain war gar nicht 23, sondern gerade einmal 16. Wie kommt ein 16-jähriges Mädchen aus Myanmar dazu, mit einem gefälschten Pass nach Singapur einzureisen und dort nur Wochen später Suizid zu begehen?
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Pestizide und Nikotin: Auf US-amerikanischen Tabakplantagen arbeiten Kinder völlig legal

Tabakfarmer in den 60ern: Die romantische Vorstellung vom einfachen Leben im Familienbetrieb entspricht häufig nicht der Realität der USA von heute Tabakfarmer in den 60ern: Die romantische Vorstellung vom einfachen Leben im Familienbetrieb entspricht häufig nicht der Realität der USA von heute | Bild (Ausschnitt): © Elgin County Archives [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Weltweit ist Kinderarbeit in der Tabakproduktion weit verbreitet. Vor allem Malawi und Indonesien stehen immer wieder im Fokus, wenn es um die Ausbeutung von Kindern auf Tabakplantagen geht. Aber auch in den USA, immerhin der viertgrößte Hersteller für die wohl meist verbreitete legale Droge, werden Kinder in der äußerst gesundheitsschädlichen Arbeit auf Tabakfarmen beschäftigt.
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Nikotinkrank statt Schulbank: Kinder schuften auf Tabakplantagen, um die weltweite Sucht nach Nikotin zu befriedigen

Kinder in Indonesien bringen die Ernte ein In den ärmsten Bauernfamilien Indonesiens ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Kinder mit anpacken | Bild (Ausschnitt): © Hugh Derr [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr Die Zahl der Raucher in Deutschland nimmt immer weiter ab – Gott sei Dank. Selbst die Jugendkultur scheint immer weniger durch verlockende Werbungen der Tabakkonzerne geblendet werden zu können. Zahlreiche Verbote und Abschreckungsmaßnahmen haben dabei eine wichtige Rolle gespielt. Beispielsweise die bekannten Schockbilder auf jeder Zigarettenschachtel. Durch diese wird auf gesundheitliche Risiken wie Krebs, Herzleiden oder Unfruchtbarkeit hingewiesen. Auch die passiven Auswirkungen des Rauchens auf Mitmenschen werden hier nicht ausgelassen. Eine Gruppe wird jedoch vergessen abzubilden – absichtlich? Denn sie ist es doch, die mit den schwersten Gesundheitsschäden des Tabakkonsums zu kämpfen hat. Die Rede ist von den zahlreichen Tabakbauern in den Entwicklungsländern unserer Welt – darunter viele Kinder. Unter schwersten Bedingungen arbeiten diese für einen Hungerlohn, während sie krankmachenden Giftstoffen ausgesetzt sind. Besonders die Jüngsten von ihnen werden dabei nachhaltig geschädigt und können ein kindgerechtes Leben nicht führen – müssen sie ihren Eltern oft doch schon ab fünf Jahren bei der Produktion helfen.
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