Fairtrade

Fairtrade-Siegel: Halten sie, was sie versprechen?

70 Millionen Kinder arbeiten weltweit in Fabriken, Minen oder Plantagen unter ausbeuterischen Bedingungen-häufig zugunsten des Wohlstands des Westens. Elend und Not sind die täglichen Begleiter dieser Kinderarbeiter, sowie mangelnde Bildung und gesundheitliche Beschwerden. Im Zuge des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei, erinnerte der Bundesentwicklungsminister Müller daran, dass Kinderarbeit moderne Sklaverei und immer noch ein Teil unserer Wirklichkeit sei.

Ostern: Kinder schuften für unsere Schokohasen

Das Osterfest ist hierzulande ein Schokoladenfest. Egal ob in Form eines Eis oder als Häschen – die Deutschen lieben Schokolade zur Osterzeit. Im Durschnitt essen Deutsche 1,1 Kilogramm Schokolade in der Osterzeit- Bei einem aktuellen Bevölkerungsstand von 83 Millionen Menschen, bedeutet das jährlich 93.300 Tonnen des süßen Vergnügens zur Osterzeit.

Kind näht Fußball

Faire Fußbälle: Kinderarbeit die rote Karte zeigen

In Berlin und Leipzig wird auf Nachhaltigkeit gesetzt: Während der Fußballverband der Stadt Leipzig bis 2024 insgesamt 8.000 fair gehandelte Bälle anschaffen möchte, hat das Landesverwaltungsamt Berlin bereits ausschließlich Fußbälle angeschafft, die unter fairen Bedingungen produziert wurden. Mit dem „Fairtrade Fußball-Quiz Bayern 2020“ möchte der Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. dem guten Vorbild folgen und Fußballvereine sowie Fußballspielende zum Einsatz fair gehandelter Bälle ermutigen und so einen Beitrag gegen Kinderarbeit, für eine faire Entlohnung der Arbeitenden sowie gerechteren Handelsstrukturen leisten.

In Deutschland blüht der Handel mit Fairtrade-Kakao

Blau und Grün ist das Siegel, nach welchem immer mehr schokoladenlüsterne Käufer während der Pandemie Ausschau halten. Es steht für fairen Handel. Das Stärken der Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in den Kakao-Anbauländern, ein umweltschonender Umgang mit den natürlichen Ressourcen, Mindestpreise und Prämien zur Sicherung von Existenzen und natürlich die Beseitigung von ausbeuterischer Kinderarbeit stecken hinter dem Fairtrade-Siegel. Laut ersten Hochrechnungen von Fairtrade Deutschland stieg der Absatz von fair gehandeltem Kakao während der Pandemie um 12 Prozent.

Kinderarbeit auf Teeplantagen – immer noch ein weltweites Problem

Die Tasse Tee, egal ob morgens, abends oder dazwischen: Für viele ist sie ein Muss. Tatsächlich wird Tee nach Wasser weltweit am zweithäufigsten konsumiert: 70.000 Tassen Tee werden pro Sekunde rund um den Globus getrunken. Auch wenn Deutschland nicht wirklich als Teetrinker-Nation gilt, ist das Heißgetränk auch hierzulande äußerst beliebt. Was viele dabei nicht wissen: Für unseren Genuss sorgen oftmals auch Kinder, die auf den Teeplantagen arbeiten müssen.

Für unsere Schokolade werden Kinder in Westafrika entführt

In den USA befasst sich nun der Oberste Gerichtshof mit einem Fall, in dem schon seit fünfzehn Jahren gestritten wird: Ehemalige Kinderarbeiter, die damals aus Mali in die Elfenbeinküste zur Arbeit auf Kakaoplantagen verschleppt worden sind, klagen gegen Nestlé und den amerikanischen Futterkonzern Cargill wegen Kindersklaverei. Die beiden Giganten sollen, so der Vorwurf der Kläger, als Abnehmer von Kakaobohnen die Sklaverei von Kindern auf Plantagen in der Elfenbeinküste wie in ihrem Fall begünstigt haben.