Europa

Superfood – Wie der Verzehr von Avocados Kinderarbeit fördert

Ob auf dem Toast, im Salat oder als Guacamole: Avocados sind auf dem Vormarsch. Seit bekannt ist, dass die Frucht voll gesundem Fett und Nährstoffen ist, boomt das Avocadogeschäft weltweit. Das grüne Superfood lässt sich nicht nur auf Instagram perfekt in Szene setzen, sondern eignet sich auch hervorragend für verschiedene Rezepte. Allein in den USA stieg der Konsum von Avocados in den letzten 20 Jahren um 443 Prozent. Auch in deutschen Regalen wird immer häufiger zu der Frucht gegriffen. Die Vereinigten Staaten können ihren Bedarf schon lange nicht mehr selbst decken. Dadurch wurde Mexiko zum größten Exporteur von Avocados. Daneben bauen Länder wie Guatemala und Peru das Lorbeergewächs ebenfalls an – Länder, in denen häufig Kinderarbeit vorkommt.

Ghana: Wie wir in Agbogbloshie Europas größte Elektroschrottdeponie geschaffen haben

Seit dem 02. August dieses Jahres ist in den deutschen Kinos der Film „Welcome to Sodom“ der österreichischen Regisseure Weigensamer und Krönes zu sehen. Der Dokumentarfilm zeigt die größte Müllhalde in Afrika -„Agbogbloshie“- genauer in der Hauptstadt Ghanas, Accra. Hier wird der Elektroschrott, der aus vielen Teilen der Erde ankommt, auf wiederverwertbare Materialien durchsucht.

Trotz internationaler Aufmerksamkeit ist Kinderarbeit in der Kakaoproduktion noch immer an der Tagesordnung

Geht man in einen Laden, um Schokolade zu kaufen, gibt es eine riesige Auswahl an Marken und Preisklassen. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass immer mehr Hersteller auf fair-trade Siegel setzen, um uns beim Kauf ein gutes Gewissen zu geben. Denn ähnlich wie bei Kaffee findet langsam ein Umdenken statt. So sind bereits vor Jahrzehnten die schlechten Arbeitsbedingungen der Kakaobauern in die Schlagzeilen geraten, was einen Großteil der Firmen dazu brachte, vermehrt auf eine saubere Herkunft zu achten – man wollte ja keinen schlechten Ruf bekommen. Eines der Hauptprobleme in den Herkunftsländern war, dass Millionen Kinder bei der Ernte eingesetzt werden und dabei extremen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind. Trotz aller Bemühungen konnte dieser Missstand jedoch bis heute nicht beseitigt werden und gibt immer noch Grund zur Sorge. Letztlich kann fast jede Schokolade aus afrikanischem Kakao mit Kinderarbeit in Verbindung gebracht werden und selbst eine fair-trade Beschriftung gibt keine Garantie, dass Kinder nicht zum Einsatz kamen. Folglich werden nicht nur die Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung verunsichert – man muss leider auch zugeben, dass alle bisherigen Maßnahmen gegen Kinderarbeit im Kakaogeschäft nicht die erwünschte Wirkung gezeigt haben und sich die armutsbedingte Lebenswelt der Bauern trotz erhöhtem Engagement nicht verändert hat.

Vierte Welt-Kakao-Konferenz: Werden den Worten nun endlich Taten folgen?

Hunderte Variationen von Schokoeiern, Osterhasen aus dunkler, weißer oder Vollmilchschokolade – Vor rund einem Monat war Ostern. Und Schokolade gehört zum Osterfest einfach dazu. Doch das Grundprodukt für die Süßigkeit, Kakao, wird oft zu nicht fairen Bedingungen angebaut. Bittere Armut, Kinderarbeit und ökologische Zerstörung prägen die Kakaoindustrie. Vor allem die Kakaobauern in den Hauptanbauländer Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria und Kamerun, von wo 70 Prozent des weltweit angebauten Kakaos stammen, aber auch Staaten in Asien und Lateinamerika sind betroffen.

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Schatten der Wegwerfgesellschaft – Wie unser Müll Kinder vergiftet

Armut ist die Hauptursache, dass Mädchen und Jungen unter 18 Jahren zum Arbeiten gezwungen werden. Etwa 152 Millionen Kinder schuften jeden Tag unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Sie ruinieren ihre Gesundheit und können nicht in die Schule gehen. Das Arbeiten auf den Abfallbergen von Mülldeponien ist für viele die einzige Chance, etwas Geld für das tägliche Überleben zu verdienen. Bis zu 45 Millionen Tonnen Elektroschrott wurden im Jahr 2017 weltweit produziert. Allein die deutschen Haushalte sind für 1,9 Millionen Tonnen verantwortlich und gehören somit zu den Hauptverursachern.

Nigerianische Kinderarbeiter durch giftige Chemikalien in Goldminen gefährdet

In Nigeria leisten zahlreiche Kinder schwere Arbeit. Dies wird unter anderem mit der herrschenden Armut, aber auch mit der traditionellen Verankerung in der Gesellschaft begründet. Besonders verbreitet sind unter anderem Tätigkeiten wie Feldarbeit und Prostitution, viele der jungen Nigerianer arbeiten aber auch in Ziegelbrennereien, als Dienstmädchen oder Straßenhändler. Auch der… Weiterlesen »Nigerianische Kinderarbeiter durch giftige Chemikalien in Goldminen gefährdet