Demokratische Republik Kongo

Kindersoldat mit Waffe

Nachfrage nach Konfliktrohstoffen fördert Einsatz von Kindersoldaten

Der kongolesische Junge Nestor Songolo ist gerade einmal 13 Jahre alt gewesen, als er und seine Freunde auf dem Schulweg von bewaffneten Milizen überfallen und verschleppt wurden. Anfangs zwangen ihn die Milizen mit Gewalt zum Kämpfen und Töten, später kämpfte und tötete er, um den Mord seiner ermordeten Mutter zu rächen. Selbst nach vorläufigen Friedensverhandlungen stellte sich für Nestor keine Normalität ein, da er seine Familie verlor, in seinem Dorf aufgrund seiner Taten geächtet wurde und nun mit schmerzvollen Erinnerungen an Gewalt- und Gräueltaten leben muss.

Übermäßiger Batterieverbrauch fördert Kinderarbeit im Kongo

Der Bedarf an Energiespeicher wird in den nächsten zehn Jahren ungefähr um den Faktor 20 steigen. Grund dafür ist, neben dem hohen Konsum technischer Geräte, auch die aufstrebende Branche der Elektromobilität. Zudem steht immer mehr die Frage nach zukünftigen Speicherungsmöglichkeiten für erneuerbare Energien im Raum.

Wenn Soldat zu werden der einzige Ausweg ist

„Es ist meist die absolute Not, die Kinder in die Arme bewaffneter Gruppen treibt“, so Ekkehard Forberg, Friedensexperte bei World Vision. Die Kinderhilfsorganisation World Vision führte eine Studie durch, die sich mit den Ursachen beschäftigen, warum Kinder sich freiwillig bewaffneten Gruppen anschließen. Die Organisation befragte zu diesem Thema befreite Kindersoldaten in verschiedenen Ländern. Die Länder waren die DR Kongo, der Irak, Kolumbien, der Südsudan und die Zentralafrikanische Republik. Diese „Freiwilligkeit“ entspricht laut Forberg nicht wirklich einer echten Freiwilligkeit, da die Kinder keine andere Wahl haben.

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IT-Unternehmen entwickelt Pilotprogramm zur Überwindung von Kinderarbeit in der Kobaltindustrie

Am 16. Januar 2019 gab die Firma IBM bekannt, dass sie gemeinsam mit den Unternehmen Ford Motor CO., Huayou Cobalt, LG Chem und RCS Global ein Blockchain-Pilotprogramm starten mit dessen Hilfe eine faire Cobaltproduktion in der demokratischen Republik Kongo gewährleistet werden soll. Durch dieses Programm soll der gesamte Produktionsprozess vom Abbau bis zum Endkonsumenten rückverfolgbar, ethisch validiert und transparent einsehbar sein.

Red Hand Day – ein Zeichen gegen Kindersoldaten

Jedes Jahr am 12. Februar, dem sogenannten Red Hand Day, protestieren Menschen gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten. Seit 2002 erinnert der Tag an das Schicksal von Kindern, die auf der ganzen Welt zu Einsätzen in bewaffneten Konflikten und Kriegen gezwungen werden. Die Rote Hand gilt weltweit als Symbol für den Schutz von Jungen und Mädchen, die in bewaffnete Konflikte ungewollt hineingezogen werden.

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DR Kongo: Deutsche Automobilindustrie profitiert von Ausbeutung und Kinderarbeit

Der neue Amnesty International Bericht über die Demokratische Republik Kongo zeigt die Missstände von 29 Konzernen auf, die unter anderem beim Kobaltabbau von Kinderarbeit profitieren und somit der Ausbeutung eines der ärmsten Länder weltweit die Spitze des Eisberges verleihen. Denn im Staat werden ohnehin schon Machtkämpfe von verschiedenen Milizen um die Vorherschaft der seltenen Erden ausgetragen, die zu dem jetzigen blutigen Bürgerkrieg in verschiedenen Landesteilen führten. Außerdem braucht die EU, insbesondere Deutschland, das im internationalen Wettbewerb mithalten will, den Rohstoff Kobalt, um die Elektromobilität auszuweiten. Die Konflikte werden durch diese Tatsachen nur noch mehr befeuert. Und eine drohende Gefahr von Engpässen bzw. einer Rohstoffknappheit durch den zukünftigen weltweiten Bedarf an Kobalt gibt Grund zur Sorge um die Art des weiteren Vorgehens der Automobilhersteller.