Bildung

Die Corona-Pandemie zwang viele weitere Kinder zur Arbeit

Kinderarbeit steigt erstmals seit zwei Jahrzehnten wieder an 

Pünktlich zum Welttag gegen Kinderarbeit am 12. Juni erscheint der gemeinsame Bericht „Kinderarbeit: Globale Schätzungen 2020, Trends und der Weg in die Zukunft” der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF. Er zeigt: Die weltweite Zahl an Kinderarbeitern stieg nun auf mittlerweile 160 Millionen – in den letzten vier Jahren kamen allein 8,4 Millionen dazu.  

Konsum im Supermarkt

Die Verantwortung des deutschen Konsumenten

Deutschland ist der zweitgrößte Textilimporteur weltweit. Etwa 90 Prozent unserer Textilien werden aus dem außereuropäischen Ausland importiert. Ein Grund hierfür ist, dass die Textilproduktion seit über 20 Jahren verstärkt aus Deutschland nach Asien und Osteuropa verlagert wurde. Rund 24 Prozent unserer Kleidung kommt aus China, 16 Prozent aus Bangladesch und… Weiterlesen »Die Verantwortung des deutschen Konsumenten

Fairtrade-Siegel: Halten sie, was sie versprechen?

70 Millionen Kinder arbeiten weltweit in Fabriken, Minen oder Plantagen unter ausbeuterischen Bedingungen-häufig zugunsten des Wohlstands des Westens. Elend und Not sind die täglichen Begleiter dieser Kinderarbeiter, sowie mangelnde Bildung und gesundheitliche Beschwerden. Im Zuge des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei, erinnerte der Bundesentwicklungsminister Müller daran, dass Kinderarbeit moderne Sklaverei und immer noch ein Teil unserer Wirklichkeit sei.

Unser Komfort: ein bisschen Kinderarbeit für ganz viel Fast-Fashion

Dass Bekleidungsunternehmen übriggebliebene Kleidungsstücke vernichten, ist kein Geheimnis. Durch die Corona-Pandemie hat sich diese Lage jetzt allerdings erneut zugespitzt. Aufgrund des zweiten Lockdowns und der Schließung der Geschäfte wurden etwa 500 Millionen Kleidungsstücke der diesjährigen Winterware nicht verkauft. Hinzu kommt, dass die Lager der Textilhersteller und Unternehmen bereits durch den ersten Lockdown extrem überfüllt sind. Eine weitere Einlagerung der anfallenden Kollektionen ist deshalb aufgrund von Platzmangel schlicht unmöglich.

Schulmädchen

Mit Schulbildung aktiv gegen Kinderarbeit

Leere Schultische, leere Stühle und ungetragene Schultaschen. Das Corona-Klassenzimmer vor dem Gebäude der Vereinten Nationen in New York bietet nicht nur einen skurrilen Anblick, sondern soll auch eine wichtige Botschaft überbringen. Das Klassenzimmer repräsentiere „die Millionen von Bildungszentren, die leer geblieben sind – viele für fast ein ganzes Jahr. Hinter jedem freien Stuhl hängt ein leerer Rucksack – ein Platzhalter für das hintenangestellte Potenzial eines Kindes“, so Henrietta Fore, UNICEF-Exekutivdirektorin. Mithilfe des Corona-Klassenzimmers möchte UNICEF auf die derzeitige – durch die Pandemie-bedingten Schulschließungen verursachte – globale Bildungskrise aufmerksam machen. Laut UN-Weltbildungsbericht besuchen 258 Millionen Kinder keine Schule.