Ausbeutung

Die Corona-Pandemie zwang viele weitere Kinder zur Arbeit

Kinderarbeit steigt erstmals seit zwei Jahrzehnten wieder an 

Pünktlich zum Welttag gegen Kinderarbeit am 12. Juni erscheint der gemeinsame Bericht „Kinderarbeit: Globale Schätzungen 2020, Trends und der Weg in die Zukunft” der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF. Er zeigt: Die weltweite Zahl an Kinderarbeitern stieg nun auf mittlerweile 160 Millionen – in den letzten vier Jahren kamen allein 8,4 Millionen dazu.  

Fairtrade-Siegel: Halten sie, was sie versprechen?

70 Millionen Kinder arbeiten weltweit in Fabriken, Minen oder Plantagen unter ausbeuterischen Bedingungen-häufig zugunsten des Wohlstands des Westens. Elend und Not sind die täglichen Begleiter dieser Kinderarbeiter, sowie mangelnde Bildung und gesundheitliche Beschwerden. Im Zuge des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei, erinnerte der Bundesentwicklungsminister Müller daran, dass Kinderarbeit moderne Sklaverei und immer noch ein Teil unserer Wirklichkeit sei.

Schulmädchen

Mit Schulbildung aktiv gegen Kinderarbeit

Leere Schultische, leere Stühle und ungetragene Schultaschen. Das Corona-Klassenzimmer vor dem Gebäude der Vereinten Nationen in New York bietet nicht nur einen skurrilen Anblick, sondern soll auch eine wichtige Botschaft überbringen. Das Klassenzimmer repräsentiere „die Millionen von Bildungszentren, die leer geblieben sind – viele für fast ein ganzes Jahr. Hinter jedem freien Stuhl hängt ein leerer Rucksack – ein Platzhalter für das hintenangestellte Potenzial eines Kindes“, so Henrietta Fore, UNICEF-Exekutivdirektorin. Mithilfe des Corona-Klassenzimmers möchte UNICEF auf die derzeitige – durch die Pandemie-bedingten Schulschließungen verursachte – globale Bildungskrise aufmerksam machen. Laut UN-Weltbildungsbericht besuchen 258 Millionen Kinder keine Schule.

Kinderarbeiterinnen

Energiewende als Chance für faire Arbeitsbedingungen im Bergbau

Laut Aussage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sei es das Ziel der Energiewende, „eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung zu realisieren“. Hierbei wir jedoch ein wichtiger Aspekt außer Acht gelassen: Woher stammen die benötigten Rohstoffe und unter welchen Bedingungen werden diese abgebaut? Wie kann die Energiewende sozial verantwortlich und fair gestaltet werden?

Ein Mädchen bügelt in einer Textilfabrik ein Stück Stoff

Regierung erzielt Einigung über Lieferkettengesetz

Die Bundesregierung hat sich auf ein Lieferkettengesetz geeinigt. Entwicklungsminister Müller, Arbeitsminister Heil und Wirtschaftsminister Altmaier stellten das Gesez am Freitag vor, das Unternehmen zur sozialen und ökologischen Verantwortung in ihren Lieferketten verplichten soll.

Kinderarbeit bekämpfen heißt Armut bekämpfen

Laut UNICEF muss fast jedes zehnte Kinder auf der Welt arbeiten gehen. Arbeiten, um zum Überleben der Familie beizutragen. Die Ursachen dafür sind teilweise die Folgen, sodass der Kampf gegen Kinderarbeit eine besondere Herausforderung darstellt.