Argentinien

Tabakarbeiter in Malawi sitzen inmitten von Tabakblättern, die sie zum Trocknen vorbereiten.

Kinderarbeit auf Tabakplantagen: Eine moderne Form der Sklaverei

Die Sonne ist noch nicht aufgegangen, es ist vier Uhr morgens. Doch für viele Arbeiter, die auf Malawis Tabakplantagen die Felder bewirtschaften, beginnt schon jetzt ein anstrengender Tag. Viele von ihnen sind Kinder. Ohne ein Frühstück eingenommen zu haben, bearbeiten sie für einige Stunden die Böden mit schweren Hacken. Anschließend geht es für manche von ihnen für wenige Stunden in die Schule. Die meisten jedoch, können es sich nicht leisten die Schule zu besuchen. Die Schulgebühren sind zu hoch, als dass ihre Familien dafür aufkommen könnten. Und ihre Arbeitskraft wird dringend auf den Feldern gebraucht. Nach Schulschluss bekommen sie ihr erstes und oft einziges Mahl des Tages – einen Teller Maisbrei. Dann geht es zurück auf die Tabakfelder, wo die Kinder bis zum Tagesende schwere körperliche Arbeit verrichten.

Ein Mädchen breitet Kakaobohnen auf einem großen Palmblatt aus.

Kanzleramt und Bundeswirtschaftsministerium verhindern Lieferkettengesetz

Noch immer basiert ein Großteil unserer alltäglichen Produkte auf einer Herstellung unter katastrophalen Bedingungen. Nicht selten werden sie unter Kinderarbeit, Umweltverschmutzung oder Lohndumping produziert, ihre Lieferketten werden nicht überprüft. Die Produktpalette reicht dabei von Kaffee und Textilien aus Äthiopien, über Lithium aus Argentinien bis hin zu Kakao von der Elfenbeinküste.

Saubere Elektroautos?

Autos mit Elektromotoren werden von verschiedenen Seiten angepriesen, kritisiert und sie werden in verschiedene Zukunftsvisionen eingesponnen. All diese Beurteilungen gehen meist nicht über umweltpolitische Überlegungen hinaus.

Wenn die Produktion an Autos mit Elektromotoren steigt, wächst der Bedarf an Akkus. Bereits jetzt beanspruchen diese Kraftfahrzeuge die Hälfte aller Lithium-Ionen-Akkus, die im Umlauf sind. Es herrscht auch zwischen verschiedenen Automobilherstellern ein Wettbewerb um genau diese Rohstoffe. Viele Versuchen, sich ihren Bedarf an Kobalt zu sichern.

Den arbeitenden Kindern eine Stimme geben: Zeit zu reden!

Boliviens Präsident Eva Morales sorgte letztes Jahr für einen breiten Diskurs, als er ankündigte, dass seine Regierung ein Gesetz auf den Weg bringen will, das es Kindern ab 10 Jahren erlaubt, zu arbeiten. Die Gewerkschaft der arbeitenden Kinder in Bolivien setzte sich massiv für dieses Gesetz ein und forderte, dass… Weiterlesen »Den arbeitenden Kindern eine Stimme geben: Zeit zu reden!

Der Tod im T-Shirt: Illegale Textilwerkstätten in Argentinien

Am 27. April starben zwei Kinder bei einem Feuer in einer illegalen Textilwerkstätte in Buenos Aíres. Die beiden Brüder wurden im Schlaf von einer Explosion überrascht und konnten nicht entkommen, da Fenster und Türen teilweise komplett zugemauert waren. Die beiden Jungen waren sieben und zehn Jahre alt und lebten zusammen… Weiterlesen »Der Tod im T-Shirt: Illegale Textilwerkstätten in Argentinien