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Drogenhandel

DrogenhandelDrogenhandel ist eine der gefährlichsten Kinderarbeiten. Neben schwerem psychischen und physischen Missbrauch sind die Kinder auch einem großen Risiko ausgesetzt, selber einmal Drogenabhängig zu werden. |  Bild: Drug trafficking © Dolgachov [Royalty Free]  - Dreamstime.comDrogenhandel

Drogenhandel ist eine der gefährlichsten Kinderarbeiten. Neben schwerem psychischen und physischen Missbrauch sind die Kinder auch einem großen Risiko ausgesetzt, selber einmal Drogenabhängig zu werden. | Bild: Drug trafficking © Dolgachov [Royalty Free] - Dreamstime.com

Betroffene Länder

Wo wird diese Kinderarbeit eingesetzt?

Drogenhandel kommt vor allem in Süd- und Mittelamerika vor. In Brasilien, besonders in Großstädten wie Rio de Janeiro, sind Kinder in den Drogenhandel verwickelt. Aber auch in Argentinien, Mexiko und Kolumbien ist der illegale Handel präsent. 1)

Fallbeispiel
Drogenhandel in Ecuador

„Die Mädchen in Muisne, Ecuador, leben gefährlich: Denn in ihrer Region ist Gewalt gegen Kinder und Kinderarbeit bittere Realität. Das Erdbeben im April 2016 hat die Situation verschlimmert und die Menschen noch verzweifelter gemacht. Auch der Konflikt im angrenzenden Kolumbien und der Drogenhandel schüren Gewalt gegen viele Kinder, vor allem in der Provinz Esmeraldas. In Bandenkriegen werden sie nicht nur als Arbeiter*innen und Drogenkuriere missbraucht. Eine steigende Zahl an Mädchen und Jungen wird skrupellos verkauft, verschleppt und im schlimmsten Fall ermordet.“ 2)  

Tätigkeiten

Welche Arbeiten werden von den Kindern ausgeführt?

Kinder werden oft von Bandenmitgliedern für den Drogenhandel benutzt, weil sie unauffälliger sind und eine geringere Strafe erwarten, wenn sie von der Polizei erwischt werden. Die Kinder denken, dass sie mit dieser Arbeit enorme Summen verdienen und ein hohes Ansehen erlangen können. Sie warnen vor ankommenden Polizisten oder sichern die Dealerstandorte ab. Später werden sie auch für den Schmuggel und den lokalen Verkauf von Drogen eingesetzt. Die Drogenbosse stiften die Kinder außerdem zu weiteren illegalen Aktivitäten an, die von Raub bis hin zu Mord gehen können. 3) 4)

Konsequenzen

Welche Konsequenzen ergeben sich aus diesen Tätigkeiten für die Kinder?

Drogenhandel ist einer der Hauptgründe für die Kriminalität und die wachsende Zahl von Morden unter Jugendlichen in Brasilien. Die Armut und Zukunftsängste führen dazu, dass Kinder in den Drogenhandel einsteigen. Dort erlangen sie Status in der Gruppe, fühlen sich stark und verdienen Geld mit dem sie sich Dinge leisten können, die sonst unerreichbar gewesen wären.
Kinder im Drogenhandel sind von mehreren Seiten gefährdet. Sie werden bei rivalisierenden Banden und der Polizei bekannter, und müssen somit mit Verhaftungen und Gewalt rechnen. Es gibt aber auch ständig Konflikte mit den Drogenbossen, wenn die Kinder nicht die gewünschte Summe an Drogen verkauft haben. Nicht selten werden auch die Kinder drogenabhängig. 5)

Quellen + Links

  1. Caritas Schweiz: Brasilien: Strassenkinder in Rio de Janeiro geben ihrem Leben eine neue Richtung  , stand Oktober 2022
  2. unicef: Hilfsprojekte in Ecuador – Spenden und helfen Sie jetzt! , stand Oktober 2022
  3. Caritas Schweiz: Brasilien: Strassenkinder in Rio de Janeiro geben ihrem Leben eine neue Richtung , stand Oktober 2022
  4. ilo: The worst forms of child labour , stand Oktober 2022
  5. unicef: Hilfsprojekte in Ecuador – Spenden und helfen Sie jetzt! , stand Oktober 2022

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