Teilen + unterstützen!

WECO Pyrotechnische Fabrik GmbH

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Sonstiges

Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Die Feuerwerkskörper werden zu einem Teil aus China bezogen. Darüberhinaus produziert Weco als einziger Hersteller auch an drei Standorten in Deutschland, in Eitdorf, Kiel und Freiburg.1)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:
  • Die Vorlieferanten und Fabriken der Firma Weco arbeiten nach dem SA 8000 (Social Accountability Standard), der sich auf die ILO- Kernarbeitsnormen, die UN-Menschenrechtscharta und die UN-Kinderrechtskonvention bezieht. Der Standard gilt sowohl für die deutschen als auch für die chinesischen Produktionsstätten. Außerdem ist die Firma seit 2010 Mitglied der BSCI (Business Social Compliance Initiative), die Kinderarbeit durch ihren Verhaltenskodex verbietet.2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

Die Firma nutzt nach eigenen Angaben folgende Siegel bzw. Zertifikate:
  • Die Produktionsstätten und Weco selbst werden in regelmäßigen Abständen durch den TÜV Rheinland und durch das Bureau Veritas auf die Einhaltung der Normen überprüft. Diese beiden Instituionen begleiteten die Firma auch bei der Erlangung des SA 8000.2)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Ende des Jahres wurde Weco von der Tageszeitung mit Vorwürfen der Kinderarbeit konfrontiert. Dabei handelte es sich um den Besitz von BAM-Zulassungnummern von einem indischen Feuerwerkshersteller, den Weco offen bestätigt. Die Geschäftsbeziehungen mit dem indischen Hersteller basieren auf einem Kontakt mit einem niederländischen Vertreter aus den neunziger Jahren und galten der Erlangung einer BAM-Zulassung für Wunderkerzen aus Indien. Weco erhielt eine Warenlieferung aus Indien, die nicht den Qualitätsstandards der Firma entsprach. Anschließend erfolgte ein Besuch der Produktionsstätte durch die damalige Geschäftsführung. Resultierend aus diesem Besuch wurde laut Weco der Bezug aus Indien eingestellt. Somit bezieht Weco seit 1996 keine Produkte mehr aus Indien.2)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Weco reagierte offen auf die Anklagen und erklärte die indischen BAM-Zulassungsnummern. Der Bezug aus Indien wurde wegen unzureichenden Bedingungen in den Produktionsstätten und mangelnder Qualität der Produkte bereits 1996 eingestellt. Die Löschung der BAM-Zulassungen für Produkte aus indischer Herstellung wurde beantragt.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Neben der Einhaltung der Norm SA 8000 bzw. BSCI erschuf der Gründer von Weco, Hermann Weber, die Hermann Weber Stiftung in Eitdorf. Die Stiftung unterstützt bis heute lokale und überregionale soziale Projekte.3)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

  • Die Firma WECO versucht die deutsche Herstellung weiterhin auszubauen um die Abhängigkeit von Lieferungen aus Fernost einzuschränken.4)

Fußnoten, Links und Quellen:

  1. Weco-Homepage: Unternehmen []
  2. Mitteilung des Unternehmens vom 19.01.2012 an Earthlink [] [] []
  3. Homepage der Stiftung []
  4. „Bei uns ist jeden Tag Silvester“ – FAZ []

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.