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Urbanara

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Waren- und Handelshäuser - Lifestyle
Auf unsere erste Kontaktaufnahme am 06.08.2014 per EMail an kontakt@urbanara.de, haben wir noch keine Antwort erhalten.

Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Urbanara kooperiert mit Herstellern in 21 Staaten und bezieht Produkte u.a. aus Litauen, Portugal, Italien, Spanien, Indien, der inneren Mongolei, China, Dänemark, Japan, Peru, Indonesien oder Südafrika.
  • Informationen über die Herkunftsländer sind zu jedem einzelnen Produkt angegeben.

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:
  • Urbanara ist ein an der Börse notiertes Internet Startup, das sich auf den Versand von Heimtextilien und Wohnaccessoires aus natürlichen Materialien spezialisiert hat.
  • Man versteht sich, auch von der Zusammenstellung der Mitarbeiter, als international aufgestelltes Unternehmen mit Sitzen in Berlin und Shanghai. Von dort aus bereisen nach Unternehmensangaben die eigenen Experten, sogenannte „Product Scouts“, die Produktionsstätten in der ganzen Welt. Betont wird dabei die Wichtigkeit des direkten Kontakts zu den Lieferanten, und entsprechende Kenntnis der  vorherrschenden Produktionsbedingungen.
  • Transparenz und Internationalität seien gelebte Unternehmenwerte, bei höchstem Anspruch an soziale, ökonomische und qualitative Standards.
  • Aktiv wirbt man dabei auch um Investoren, überhaupt finanziert das Unternehmen seine internationale Expansion durch ein an Kleininvestoren gerichtetes Crowdfundig-Modell1).
  • Die vergleichsweise niedrigen Preise werden durch wenig/ gezieltes Marketing und den Verzicht auf Zwischenhändler erzielt.
  • Auf der Homepage des Unternehmens werden umfassende Informationen über Lieferanten und Produzenten zur Verfügung gestellt. Besondere Erwähnung finden hier drei Hersteller:
  • Ein Produzent von Leinen aus Portugal, einer für Flanell, ebenfalls aus Portugal und ein Handtuchproduzent aus Guimares.
  • Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass diese Produktvideos nur einen kleinen Teil der Zulieferer darstellen.
  • Außerdem wirbt Urbanara mit einer langen Liste an Siegeln, von denen einige seriöse Informationen über die Corporate Social Responsibilty bieten, andere jedoch als „Green Washing“ zu betrachten sind.
  • Ein großer Teil des Sortiments kommt des weiteren ganz ohne Siegel aus.

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

Die Firma nutzt nach eigenen Angaben folgende Siegel bzw. Zertifikate:
  • Urbanara gibt an, Unternehmen, die in kritischen Staaten produzieren, einmal jährlich zu kontrollieren.
  • Auf Grund der Größe des Unternehmens, sei man aber auch auf Kontrollen durch zertifizierende Partner angewiesen, auf Anfrage wurden hier die Label Fair Trade und Care & Fair genannt.
  • Darüber hinaus setze man auf langfristige Handelsbeziehungen zu den beteiligten Unternehmen.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.
  • Die Produktionsländer der einzelnen Produkte werden angegeben. Darunter befinden sich auch Staaten wie Indien. Hier gibt es ernsthafte Vorwürfe bezüglich ausbeuterischer Kinderarbeit in Textilfabriken, Baumwollanbau und -ernte, als auch in der Teppichproduktion.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Dass es keine konkreten Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit gibt, lehnt das Unternehmen eine Stellungnahme ab.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Die hohen Ansprüche an Transparenz, Produktaufklärung und Nachhaltigkeit bezeichnet Urabanara als Kernelement der Marke, und als Alleinstellungsmerkmal auf dem europäischen Markt.
  • Der kritischen Betrachtung hält dieses Versprechen aber nicht Stand. Urbanara teilte zum Beispiel auf Anfrage mit, alle Teppiche seien mit dem „Label“ Care & Fair ausgestattet. Dieses setze sich für den Bau von Schulen, Einrichtungen zur Erwachsenenbildung und Gesundheitszentren in den Produktionsländern ein.
  • Aus unserer Sicht handelt es sich bei Care & Fair eher um eine Wirtschaftsinitiative, deren Verhaltenskodex sehr schwammig formuliert ist. So finden zum Beispiel ILO-Normen gar keine Berücksichtigung.

Bemerkenswertes

  • Aktiv wirbt man dabei auch um Investoren, überhaupt finanziert das Unternehmen seine Expansion durch ein an Kleininvestoren gerichtetes Crowdfundig-Modell2).
  • Außerdem stellt man dem interessierten Kunden auf der Website eine umfangreiche Warenkunde zu Rohstoffen und deren Eigenschaften, als auch zu Verarbeitungstechniken zur Verfügung.
  • Als Konsument hat man die Möglichkeit, sich auf der Homepage gezielt Produkte aus fairem Handel anzeigen zu lassen.

Fußnoten, Links und Quellen:

  1. FAZ berichtete am 3.11.2013  []
  2. die FAZ berichtete am 3.11.2013 []

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