Toys “R” Us

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Spielwaren - Elektronik
Auf unsere Anfragen seit 27.05.2022 haben wir noch keine Antwort erhalten.

Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:
  • Das Unternehmen spricht sich im Code of Ethics nicht eindeutig gegen Kinderarbeit aus, sondern fordert nur zu fairem und sozialem Handeln auf. 1)
  • Im CSR-Report 2002 jedoch wird das Verbot von Kinderarbeit erwähnt. 2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

Die Firma nutzt nach eigenen Angaben folgende Siegel bzw. Zertifikate:
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

  • Soweit uns bekannt werden nur intern Kontrollen durchgeführt. 3)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Das Unternehmen produziert oder bezieht womöglich Spielwaren aus China. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit bekannt geworden.

  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

  • Im Dezember 2000 wurden laut dem Ministerium für Arbeit bei mehreren Einzelhändlern von Toys “R” Us Kinderarbeitsrechte verletzt. Dem Unternehmen wurde dafür eine Geldstrafe von $200.000 auferlegt. Zudem wurde gefordert, dass die Arbeitsbedingungen an die Richtlinien des Ministeriums für Arbeit angeglichen werden. 4)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Ein Pressesprecher von Toys “R” Us erklärte, dass die Verletzungen, bei denen 14- und 15-jährige Arbeiter zu lange gearbeitet hätten, die Folge von Missverstehen der Kinderarbeitsrechte einiger Manager wären. 4)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

  • Im Bericht der Schweizer Spielzeug-Koalition zur Umfrage 2006 schneidet Toys “R” Us sehr schlecht ab. Das Ziel dieser Umfrage war die Verbesserung der oftmals noch sehr schlechten Sozialstandards in der Spielzeugindustrie, wie tiefe Löhne, erzwungene Überstunden, Unterdrückung der Organisationsfreiheit. Toys “R” Us reagierte nicht auf mehrfache Anfragen und weigerte sich, sich an der Kooperation zu beteiligen.

Fußnoten, Links und Quellen:

  1. Code of Ethics
  2. Corporate Responsibility
  3. Report of Management
  4. Toys R Us Slapped With $200,000 Fine for Hundreds of Child Labor Violations – Los Angeles Times – aufgerufen am 23.05.2013

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