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Tom Tailor Group

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Mode, Bekleidung, Textilien
Auf unsere Anfragen seit 11.09.2012 haben wir noch keine Antwort erhalten.


Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

  • Produziert wird vorrangig in Asien (92%). 1) Dort verfügt das Unternehmen über ein Netzwerk von über 140 Lieferanten. 2) Der Rest der Produkte wird in Europa hergestellt. 3)

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Asien -

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:
  • Die Tom Tailor Group sagt, dass sie als Mitglied der BSCI an die Einhaltung deren Grundsätze gebunden seien. Dieser Code of Conduct beinhalte alle wesentlichen Standards der International Labour Organisation (ILO). Zu den Grundsätzen zählen unter anderem das Verbot von missbräuchlicher Kinderarbeit. Außerdem werde der BSCI Code of Conduct bei Vertragsabschluss von jedem Lieferanten unterzeichnet. 3)
  • Das Unternehmen bezieht sich auf seiner Internetseite oder in der Email nicht auf einen firmeneigenen Code of Conduct, sodass ein Zugriff auf diesen, falls überhaupt vorhanden, nicht möglich ist.

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

  • Nach eigenen Angaben werden die Zulieferer vor Vertragsabschluss mit Tom Tailor auf die Einhaltung aller BSCI-Standards überprüft. Danach erfolge die Überprüfung durch akkreditierte Auditoren. 3)
  • Es werden Selbsteinschätzungen über die Erfüllung der sozialen Verpflichtungen durchgeführt, die an ein Mitglied von BSCI gemeldet werden.
  • Mitglieder der BSCI oder Organisationen, welche in dessen Sinne operieren, können angekündigte oder unangekündigte Kontrollen in den Geschäftsräumen durchführen.
  • Aber: Dritte und Nicht-BSCI Mitglieder dürfen keinen Zugang zum BSCI-Management Handbuch haben.

Welche Siegel bzw. Zertifikate nutzt die Firma (auch nach eigenen Angaben)?

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Die Textilien des Unternehmens wurden (womöglich) in asiatischen Ländern wie Indien und Bangladesh oder (womöglich) in südafrikanischen Ländern wie Lesotho oder Swasiland produziert. Aus diesen Ländern wird immer wieder über Kinderarbeit bei der Textilproduktion berichtet.

  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Die Tom Tailor Group ist Mitglied der Tamil Nadu Multi Stakeholder Group (TNMS), die sich gegen die Sumangali-Praxis in Südindien einsetzt. 4)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

  •  Zusammen mit anderen Unternehmen hat die Tom Tailor Group die Carbon Performance Improvement Initiative (CPI2) gegründet. Sie wird vom Bundenumweltministerium unterstützt und das Ziel ist, in der Lieferkette CO2 einzusparen. 5)
  • Außerdem verwendet Tom Tailor „Organic Cotton“. 5)
  • Zusätzlich ist die Tom Tailor Group Mitglied der Initiative “Cotton Made in Afrika” (CmiA). Sie unterstützt afrikanische Bauern mit „Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel“. 6)

Fußnoten, Links und Quellen:

  1. eMail-Antwort von Tom Tailor an earthlink vom 18.10.2012
  2. Geschäftsbericht 2011 – Tom Tailor – aufgerufen am 30.04.2013
  3. Email von Tom Tailor an earthlink vom 18.10.2012
  4. Lieferkette – Tom Tailor
  5. Umwelt – Tom Tailor
  6. Initiativen – Tom Tailor

2 Gedanken zu „Tom Tailor Group“

  1. Renate Magnescheff

    Kaufe schon seit 20 Jahren bei Hess Natur. Nun ist Tom Tailor zu Hess Natur gekommen. Soll angeblich keine Kinderarbeit machen. Ist mir alles zu undurchsichtig. Immer mehr, immer größer ist nicht in meinem Sinne. Man kauft dann lieber bei der DWH , Deutsche Welthungerhilfe. Ich frage mich warum immer mehr Textilien gefertigt werden. Der Verbraucher braucht gar nicht immer Neues. Was praktische Kleidung betrifft so kritisiere ich ständig Kleider bei Hess Natur. Die Maximode in dieser Saison war unpraktisch. Ich glaube viele Kleider wurden nicht gekauft. Unpraktisch wenn man nur mit dem Fahrrad unterwegs ist und seine Veganer Bioeinkäufe erledigen muss. Ich hoffe die jungen Designerinnen entwerfen praktische und kleidsame Mode. Im Zeitalter der Nachhaltigkeit muss man Kleidung entwerfen die luftig und wärmend, je nach Jahreszeit und vielleicht auch für verschiedene Berufe tragbar sind. Oftmals fehlt der Chic .

    1. Bernhard / earthlink e.V.

      Hallo Renate M.,
      vielen Dank für Ihren Kommentar.
      Soweit wir das aus den Medien nachvollziehen können, soll eine früher einmal bei Tom Tailor beschäftigte Managerin im Herbst zu Hess Natur wechseln. Dafür, dass Tom Tailor von Hess Natur übernommen würde, haben wir keinen Hinweis.

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