ThyssenKrupp

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Elektronik - Bodenschätze, Edelsteine, Edelmetalle, Kohle

Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:
  • Der Vorstand der ThyssenKrupp AG hat mit dem Konzernbetriebsrat und dem Europäischen Betriebsrat eine weltweit geltende Vereinbarung zur „Sozialen Verantwortung in den Arbeitsbeziehungen“, Code of Conduct, geschlossen. Dieser verweist auf verschiedene relevante Dokumente, wie etwa ILO-Konventionen, und definiert: „ThyssenKrupp lehnt jede Form der Zwangsarbeit und ausbeuterischen Kinderarbeit strikt ab. Kinder dürfen in ihrer Entwicklung nicht gehemmt werden, ihre Rechte sind zu wahren“ 1) .

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

Die Firma nutzt nach eigenen Angaben folgende Siegel bzw. Zertifikate:
  • Die Verantwortung für die Umsetzung des Code of Conduct liegt bei den Vorständen und Geschäftsführungen der Konzernunternehmen. Hinweise über mögliche Verstöße können über eine auch Dritten zugängliche und weltweit kostenlose “Whistleblower”-Hotline gemeldet werden. Jegliche Hinweise werden an die Konzernzentrale weitergegeben und verfolgt. Lieferanten und Kunden wird der Code of Conduct bekannt gemacht und sie werden ermutigt, entsprechende Grundsätze in ihren Unternehmen zu verankern. 2)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Nach umfangreicher Recherche sind keine Fälle von Kinderarbeit bekannt und es sind auch bislang keine Vorwürfe an das Unternehmen gerichtet worden. 2)
  • Das DGB-Bildungswerk veröffentlichte, zusammen mit dem Observatorio Social in Brasilien, im Oktober 2004 eine Broschüre zu einer Untersuchung von mehreren Unternehmen, darunter auch die ThyssenKrupp AG, bzgl. der Einhaltung der Kernarbeitsnormen der ILO. Fälle von Kinderarbeit konnten nicht nachgewiesen werden. 3)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Die Thyssen Krupp AG engagiert sich sowohl für die Umwelt als auch die Gesellschaft. 4)
  • U.a. besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit der Kindernothilfe e.V. in Duisburg, die sich seit 50 Jahren für Kinder in den ärmsten Regionen der Welt einsetzt. Mit Belegschaftsspenden und Spenden der ThyssenKrupp AG – Verdopplung jedes von einem Mitarbeiter gespendeten Euros – konnten Projekte der Kindernothilfe in Katastrophengebieten mitfinanziert werden (z.B. Tsunami-Katastrophe 2004, Erdbeben in Haiti 2010, Flutkatastrophe in Pakistan 2010).
  • Das Unternehmen sieht sich eng mit dem gesellschaftlichen Umfeld verbunden und so engagiert es sich an seinen Standorten mit Projekten und Kooperationen (v.a. mit Schulen und Universitäten). 2)
  • Vor Kurzem startet die Aktion der Kindernothilfe „Action!Kidz – Kinder gegen Kinderarbeit“ bei ThyssenKrupp in Essen. Die „Action!Kidz“ sammeln Spenden für die Restavèk-Kinder in Haiti. Aus ärmsten Familien kommend, müssen sie unter sklavenähnlichen Bedingungen in fremden Haushalten leben und arbeiten, da ihre Familien nicht in der Lage sind sie zu ernähren. 2) Wir berichteten hierzu in unserem Blog vom 29.09.2010. 5)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

  • ThyssenKrupp unterstützt zusammen mit 230 europäischen Firmen, die “European Alliance for CSR”, eine Initiative der EU-Komission mit dem Ziel, die Unternehmen auf freiwilliger Basis zu Innovationen im Bereich CSR zu bewegen.

Fußnoten, Links und Quellen:

  1. Principles of Social Responsibility – Link nicht mehr verfügbar
  2. Schriftliche Stellungnahme von ThyssenKrupp AG an Earth-Link e.V., 26.10.2010
  3. Broschüre des DGB-Bildungswerks: „ThyssenKrupp von Düsseldorf nach Guaíba“ – nicht mehr verfügbar
  4. Engagement Thyssen Krupp AG
  5. Blog-Eintrag

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