Zum Inhalt springen

Storck

Zu Storck gehören die Marken / Firmen:
toffifee

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Süßwaren
Auf unsere Anfragen seit 28.05.2014 haben wir Antwort erhalten.


Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

  • Storck produziert in Deutschland. 1)
  • Seine Rohstoffe bezieht Storck von europäischen Händlern. 1)
  • Kakao bezieht das Unternehmen aus „annähernd allen bekannten Anbauregionen“ rund um den Äquator. 2)

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist Mitglied bei bzw. unterstützt (auch nach eigenen Angaben):
  • Storck hat einen Code of Conduct, in welchem es Kinderarbeit und insbesondere jede Form der Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen gemäß ILO-Konventionen ablehnt.
    Konkret bedeutet das: Personen vor Beendigung der Schulpflicht dürfen nicht zur Arbeit zugelassen werden und das Mindestalter darf 15 Jahre nicht unterschritten werden. 3)
  • Das Unternehmen ist mit SA8000 zertifiziert. Dieses Zertifikat bescheinigt die Einhaltung sozialer Mindesstandards, wie zum Beispiel das Verbot von Kinderarbeit. 4)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Die Anforderungen der Sozialstandards im Rahmen der SA8000-Zertifizierung werden nach Angaben des Unternehmens in der Produktionskette nach unten weiter gegeben. Dies setze auch regelmäßige Kontrollen voraus. 5)

Welche Siegel bzw. Zertifikate nutzt die Firma (auch nach eigenen Angaben) um aubeuterischer Kinderarbeit vorzubeugen?

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Das Unternehmen bezieht wahrscheinlich Kakao aus der Elfenbeinküste (woher 40% des auf dem Weltmarkt gehandelten Kakaos stammt) oder anderen westafrikanischen Ländern. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit bekannt und in einer Studie des International Institute for Tropical Agriculture (IITA) belegt worden.

  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

  • Beim Inkota Schoko Check 2021 ging der letzte Platz an Storck, da es als einziges Unternehmen die Beteiligung an der Befragung verweigerte und sich somit durch mangelnde Transparenz auszeichnete. 6)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.


Fußnoten, Links und Quellen:

  1. E-Mail des Unternehmens vom 05.06.2014
  2. E-Mail des Unternehmens vom 11.06.2014
  3. Storck, Code of Conduct, aufgerufen am 07.12.2022
  4. Storck, Qualität, SA8000, aufgerufen am 07.12.2022
  5. EMail des Unternehmens vom 05.06.2014
  6. Inkota Schoko Check 2021, Pressemitteilung

Ein Gedanke zu „Storck“

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,
    auf der Webseite unter https://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/firma/storck/ von der Kampagne „Aktiv gegen Kinderarbeit“ habe ich erfahren was Storck unternimmt, um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegenzuwirken.
     Ich begrüße, dass Storck sich in einem Verhaltenskodex eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. dass Storck ausschließlich unter Bedingungen produziert, die Kinderarbeit strukturell ausschließen. Ein solches Bekenntnis macht deutlich, dass Storck Kinderarbeit nicht toleriert und dass es das in eigener Macht stehende unternehmen will, um ausbeuterischer Kinderarbeit wirksam zu begegnen.
     Dass Storck interne oder in einzelnen relevanten Produktionsstufen Kontrollen vornimmt, verstehe ich als ersten Schritt auf dem Weg zur Überwindung ausbeuterischer Kinderarbeit. Ich halte jedoch unabhängig durchgeführte Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette für einen unverzichtbaren Baustein, damit ausbeuterische Kinderarbeit vermieden wird.
     Sehr bedauerlich finde ich, dass es bereits zu Kinderarbeit für die Produkte von Storck gekommen ist. Für wichtig und anerkennenswert erachte ich es, dass Ihr Unternehmen solchen Vorwürfen nachgeht und die betroffenen Kinder entschädigt. Ich hoffe, dass Storck darüber hinaus weitere Maßnahmen ergriffen hat oder ergreift, um künftig Kinderarbeit sicherer ausschließen zu können.
    Ebenso vermisse ich das klare Bekenntnis, dass Kakao-Produkte nach Fair-trade- Standards erzeugt werden, zumindest sehe ich dies nicht auf den Produkten, was bei mittlerweile fast jeder Schokolade schon deutlich sichtbar ist. Storck rühmt sich des Standorts „im Grünen“, räumt aber unnötig bestehende alte Waldbestände ……… unverständlich für mich!!
    Ich kaufe daher nur Waren, die für mich auch „ethisch“ sauber sind.
     Mit freundlichen Grüßen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.