Quiksilver

Zu Quiksilver gehören die Marken / Firmen:
DC Shoes - Roxy

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Mode, Bekleidung, Textilien - Sportartikel und -bekleidung
Auf unsere erste Kontaktaufnahme am 05.12.2008 per EMail an webmaster@quiksilver-europe.com, haben wir noch keine Antwort erhalten.

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Das Unternehmen spricht sich im Code of Conduct gegen Kinderabeit aus und verpflichtet auch Zulieferer und Geschäftspartner dazu, diesen Code zu unterzeichnen und einzuhalten.1)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Im Jahr 2004 hat Quiksilver das globale Programm „QUEST“ ins Leben gerufen, „QUEST“ steht für Quiksilver Ethical Standards of Trade. Im Zusammenhang mit diesem Programm hat Quiksilver einen Supplier Workplace Code of Conduct im Rahmen international anerkannter Standards, Arbeitsgesetzen und Konventionen der ILO erstellt, an welchen sich alle Lieferanten und Zulieferer halten müssen. Um die Unabhängigkeit, sowie internationale Beständigkeit des QUEST Programms zu gewährleisten agiert Quiksilver in enger Zusammenarbeit mit externen und unabhängigen Kontrollfirmen. Diese kontrollieren die Geschäftsprozesse regelmäßig mit unangekündigten Inspektionen. Falls ein Zulieferer die geforderten Standards und Regeln nicht einhält, behält sich Quiksilver das Recht auf eine Aufkündigung des Geschäftsverhältnisses vor.2)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Die im April 2012 veröffentlichte Studie “Maid in India” der SOCOM (Centre for Research on Multinational Corporations) und der ICN (India Committee of the Netherlands) nennt Quiksilver als Abnehmer der indischen Textilfabrik Eastman Exports. Bei Eastman Exports sollte 2010 das Sumangali Schema offiziell auslaufen, trotzdem wurden bei den Untersuchungen zur Studie noch Arbeiterinnen angetroffen, die nach dem Prinzip eingestellt sind, d.h. Arbeiterinnen werden über einen mehrjährigen Zeitraum an eine Fabrik gebunden und erst nach Ablauf des Vertrages bekommen sie ihr angespartes Geld ausbezahlt. Die exzessiven und erzwungenen Überstunden bei Eastman Exports geben den Forschern den größten Anlass zur Sorge. Bei der Untersuchung wurden Arbeiterinnen angetroffen, die 14 Jahre alt waren und das trotz der Richtlinie, die Eastman sich auferlegt hatte, nur noch Arbeiter über 18 Jahren einzustellen.3)
  • Die Textilien des Unternehmens wurden (womöglich) in asiatischen Ländern wie Indien und Bangladesh oder (womöglich) in südafrikanischen Ländern wie Lesotho oder Swasiland produziert. Aus diesen Ländern wird immer wieder über Kinderarbeit bei der Textilproduktion berichtet.
  • Woher genau die Baumwolle in den Produkten des Unternehmens stammt, ist uns nicht bekannt. Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden.
  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Im November 2007 wurde Quiksilver von der Organisation „China Labor Watch“ als Ausbeuterbetrieb eingestuft; die chinesischen Arbeiter müssten bis zu 420 Stunden pro Monat arbeiten und das für einen „Hungerlohn“ von etwa 48 cents pro Stunde.4)
  • Die „Quiksilver Foundation“ engagiert sich in vielen sozialen Bereichen und arbeitet mit Organisationen, wie „QuikSCience“, „SurfAid International“, „Eddie Nash Foundation“ oder „Kelly Slater Foundation“5)

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21.04.2009 10/29

Links und Quellen

  1. Supplier Workplace Code of Conduct []
  2. Quiksilverinc.com, About us, QUEST []
  3. SOMO – Centre for Research on Multinational Corporations/ICN – India Committee of the Netherlands: Maid in India (englisch); nicht mehr verfügbar []
  4. chinalaborwatch.org []
  5. quiksilverfoundation.org – nicht mehr verfügbar []

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