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Primark

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Mode, Bekleidung, Textilien
Auf unsere erste Kontaktaufnahme am 24.09.2009 haben wir noch keine Antwort erhalten.

Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Primark gehört zu der Associated British Foods plc Group.1)
  • Laut einer Studie produziert Primark in China, der Türkei, Indien, Bangladesh und weiteren Ländern.2)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:
  • In seinem „Code of Conduct“ spricht sich das Unternehmen Primark gegen Kinderarbeit aus. Dieser basiert auf der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (UNDHR) und den Standards der internationalen Arbeitsorganisation (ILO).3)
  • Es existiert auch ein Verhaltenskodex für Zulieferfirmen, der Kinderarbeit verbietet.4)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

Die Firma nutzt nach eigenen Angaben folgende Siegel bzw. Zertifikate:
  • Primark argumentiert, dass es unmöglich für jeglichen Käufer ist, einen Überblick über die Produktionskette zu haben. Geoff Lancaster, Leiter für außerbetriebliche Angelegenheiten, erklärt: “Es ist sehr schwierig Missbrauch bei Zulieferfirmen zu identifizieren, wenn die Vertragspartner so weit entfernt sind.“5)
  • Primark bezahlt verschiedene externe Organisationen, die Kontrollen bei den Zulieferfirmen durchführen.6)
  • Primark behauptet, dass jede Ausbeutung der Arbeiter durch die Lieferantenaudits behoben wird, obwohl Interviews mit Arbeitern erhebliche Mängel in der Durchführung offenbaren.7)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Woher genau die Baumwolle in den Produkten des Unternehmens stammt, ist uns nicht bekannt. Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden.

  • Die Textilien des Unternehmens wurden (womöglich) in asiatischen Ländern wie Indien und Bangladesh oder (womöglich) in südafrikanischen Ländern wie Lesotho oder Swasiland produziert. Aus diesen Ländern wird immer wieder über Kinderarbeit bei der Textilproduktion berichtet.

  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

  • Im Juni 2008 berichtete das englische Fernsehen im BBC Panorama Programm von Kinderarbeit bei mehreren Zulieferfirmen Primarks in Indien. Drei seiner Zulieferer hatten Aufträge an Subunternehmen weitergegeben, ohne den Textil-Discounter Primark darüber zu informieren. Die Kinder waren um die elf Jahre alt und kamen aus einem Flüchtlingslager. Sie mussten in Heimarbeit Stick- und Näharbeiten ausführen.8) Allerdings wurde drei Jahre später, im Juni 2011, nach langen Ermittlungen von Seiten Primarks und einer umfassenden Überprüfung durch BBC Trust bekannt, dass es sich bei der Sendung des Panorama Programms um gefälschtes Material handelte. Die Vorsitzende von BBC Trust, Alison Hastings, entschuldigte sich öffentlich bei Primark auf dem Kanal BBC One. Die Entschuldigung stand eine Woche auf der Panorama Webseite online.9)
  • Die im April 2012 veröffentlichte Studie “Maid in India” der SOCOM (Centre for Research on Multinational Corporations) und der ICN (India Committee of the Netherlands) nennt Primark als Abnehmer der indischen Textilfabriken KPR Mill und SSM India. Diese Fabriken wenden das Sumangali-Schema an, d.h. Arbeiterinnen werden über einen mehrjährigen Zeitraum an eine Fabrik gebunden und erst nach Ablauf des Vertrages bekommen sie ihr angespartes Geld ausbezahlt. Beim Zulieferer KPR Mill wurden Arbeiterinnen entdeckt, die jünger als 14 Jahre alt waren. Ihr Anteil an der kompletten Belegschaft soll 10 % ausmachen, 65% der Arbeiter werden auf unter 18 geschätzt. Viele Arbeiterinnen werden nach dem Sumangali-Schema bezahlt. Es sind Fälle bekannt, in denen jungen Frauen ihr Geld nicht ausgezahlt wurde, obwohl sie ihren Vertrag erfüllt hatten. Auch bei SSM India trafen die Forscher auf Arbeiterinnen unter 14 Jahren, ein 13-jähriges Mädchen gab an, bereits seit einem Jahr in der Fabrik zu arbeiten. Sieben-Tage-Wochen und Überstunden sind gängige Praxis. Außerdem werden Misshandlungen durch Aufseher genannt10) .
  • Im April 2013 stürzte das Rana Plaza Gebäude ein. In Folge des Einsturzes gab es Vorwürfe von Kinderarbeit in vier der fünf Fabriken, die in Rana Plaza produzierten. Es handelte sich um New Wave Bottom, New Wave Style, Ethertex und Phantom Apparel. Es wird den Fabrikmanagern vorgeworfen, Kinder gezwungen zu haben, sehr lang zu arbeiten und sie vor externen Kontrolleuren verborgen zu haben.11) Ajiron Begun (40 Jahre), eine Arbeiterin bei New Wave Bottom, erklärte, es habe einige Kinderarbeiter gegeben. Wenn ein Käufer die Fabrik inspizierte, seien sie in der Toilette versteckt worden. Ajiron Begun erklärte weiter, sie habe ein Mädchen gekannt, das noch nicht einmal 15 Jahre alt war.11) Primark wird vorgeworfen bei New Wave Bottom produziert zu haben.12)
  • Im Juni 2014 wurden in Großbritanien mehrere Hilferufe auf Zetteln gefunden, die in Kleidung von Primark eingenäht worden waren. Diese Hilferufe, die zum Teil in Englisch und zum Teil in Chinesisch geschrieben waren, beklagten unmenschliche Arbeitsbedingungen und Zwangsarbeit in den Herstellerbetrieben.13) Update: Die gefundenen Hilferufe sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Fälschungen. Vermutlich war die Aktion von Aktivisten initiiert, die auf das fragwürdige Geschäftsprinzip des Unternehmens aufmerksam machen wollten.14)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Primark reagierte sofort auf die Vorwürfe der BBC und kündigte die Geschäftsverträge der drei Zuliefererfirmen in Südindien, noch bevor die Sendung des BBC Programms ausgestrahlt wurde.15) „Was wir vorfanden, ließ uns keine andere Möglichkeit, als diese Fabriken fallen zu lassen“, sagte ein Unternehmenssprecher von Primark und fügte hinzu: „Kein Mensch, der bei Verstand ist, hätte anders gehandelt.“16) Primark nahm ebenso die betroffenen Kleidungsstücke vom Markt. 17)
  • Die Tatsache, dass Primark die Vertragsverhältnisse mit den betroffenen Zulieferern im Falle des Kinderarbeitsvorwurfs von BBC so schnell aufgekündigt hatte, anstatt den gewöhnlichen Ansatz zu verfolgen, mit den Zulieferern gemeinsam an einer Lösung des Problems versuchen zu arbeiten, lag daran, dass die Zulieferer bis zuletzt abgestritten hatten, Aufträge an Subunternehmen weitergegeben zu haben.18) Als sich herausstellte, dass die Vorwürfe von BBC auf falschen Tatsachen beruhten, war dies nicht weiter verwunderlich.
  • Als Reaktion auf die Gerüchte veröffentlichte Primark eine Website mit dem Namen „Ethical Primark“. Hier wird konkret auf die Ethikrichtlinien wie den Code of conduct hingewiesen und über die Mitgliedschaft bei der „Ethnical trading Initiative (ETI) “ berichtet.19)
  • Primark wird in Reaktion auf die Vorwürfe der Maid in India Studie an der Child Labour Platform/ UN Global Compact Labour Working Group teilnehmen, um Strategien gegen Kinderarbeit zu entwickeln.20) .
  •  Primark gehört der Ethical Trading Initiative (ETI) an. Diese organisierte ein gut besuchtes Treffen ihrer Mitglieder (internationale Marken,  NGOs und Gewerkschaften) im März 2011 in Tirupur. In Zukunft möchte man mit einem Drei-Punkte-Programm die Arbeitsbedingungen in den Textilzulieferbetrieben verbesseren. Noch fehlt die Zustimmung der ETI-Mitglieder20).
  • Als im Juni 2014 die in Primark-Kleider eingenähten Hilferufe entdeckt wurden, zweifelte das Unternehemn in einer Stellungnahme die Echtheit dieser eingenähten Zettel an. Primark erklärte seine Zweifel damit, dass die Kleidungsstücke, in denen die Hilferufe gefunden wurden, bereits vor Jahren produziert worden seien. Dennoch künidgte das Unternehmen an, den Vorwürfen auf den Grund gehen.21)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Fußnoten, Links und Quellen:

  1. Primark Ethical Trading – How we work []
  2. „Case Study Primark“ – business case studies []
  3. Primark Code of Conduct []
  4. Primark Supplier Code of Conduct []
  5. Ethical Consumer – Primark []
  6. Primark Auditing []
  7. www.WaronWant.org []
  8. Guardian , Telegraph []
  9. Channel 4 , www.primarkresponse.com []
  10. SOMO – Centre for Research on Multinational Corporations/ICN – India Committee of the Netherlands: Maid in India (April 2012, Englisch) []
  11. Human Rights Watch, 23.04.14: Bangladesh: Rana Plaza victims urgently need assistance – aufgerufen am 28.04.14 [] []
  12. New York Times, 30.04.14: Retailers split on contrition after collapse of factories – aufgerufen am 28.04.14 []
  13. Zeit, 25.06.2014: Eingenähte Hilferufe in Primark-Kleidern – aufgerufen am 26.06.2014 []
  14. Süddeutsche.de: Schädliche Kampagne – Zuletzt aufgerufen am 19.09.2014 []
  15. Guardian []
  16. The Independent []
  17. Telegraph)
    • Menschenrechtsaktivisten wie von „War on Want“ kritisierten jedoch die Vorgehensweise des Unternehmens. Anstatt das Vertragsverhältnis zu kündigen hätte man die dortigen Arbeitsbedingungen verbessern können, denn Hunderte von Arbeitern gerieten dadurch in eine schlechtere Lage als zuvor. Primark versuchte nicht in Dialog mit den Zulieferfirmen zu treten und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. (( The Independent []
    • E-mail Antwort des Unternehmens vom 26.07.2010 []
    •  Ethical Primark []
    • SOMO – Centre for Research on Multinational Corporations/ICN – India Committee of the Netherlands: Bonded (child) labour in the Indian garment industry [] []
    • Primark, 25.06.2014: Statement from Primark on investigation in labels – aufgerufen am 08.03.2018 []

22 Gedanken zu „Primark“

  1. SupportFairtrade

    Angesichts der erneuten Vorwürfe gegen Primarkt aufgrund der gefundenen Hilferufe wäre eine Überarbeitung des Artikels wünschenswert.
    Desweiteren halte ich eine Überprüfung der Arbeitsbedingungen innerhalb der Produktionskette von Primarkt, durch Behörden und oder NGOs, für definitiv notwendig.

    PS: Es ist mir schleierhaft wie es möglich sein soll zu solch niedriegen Endverbraucherpreisen Produkte unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen zu produzieren.

    1. nikoletta / EarthLink

      Vielen Dank für den Hinweis. Eine Notwendigkeit, den Artikel zu überarbeiten sehen wir bislang nicht, da wir die neuesten Vorkommnisse in Bezug auf die eingenähten Hilferufe unter der Rubrik „Bemerkenswertes“ bereits beschrieben haben. Wir werden diese Ergänzung der Aktualität halber in die Rubrik „Vorwürfe“ verschieben, obwohl die Echtheit der gefundenen Zettel mittlerweile angezweifelt wird. An den Vorwürfen hinsichtlich menschenverachtender Arbeitsbedingungen ändert sich jedoch dadurch natürlich nichts (Siehe Vorwürfe zu Sumangali-Schema der Maid-in-India-Studie). Eine Anpassung der Farbbewertung ist nicht notwendig.
      Natürlich sind engmaschige und externe Kontrollen der Arbeitsbedingungen durch unabhängige Organisationen wichtig. Dieses Problem ist seit langem in der gesamten Textilbranche bekannt, aber aufgrund nationaler gesetzgebung, Korruption, mangelnder Übersichtlichkeit der Wertschöpfungskette etc. nicht einfach zu lösen.

  2. Pingback: Rezension: “Paying the Price” | Welt in Büchern

  3. Ich habe hier viele Kommentare gelesen. Einige sind davon überzeugt, dass Primarkt unter fairen Umständen produzieren lässt. Andere eben nicht. Dadurch entstehen Gespräche und, ich denke mal nicht nur mir geht es so, nicht unbedingt neue Antworten sondern Fragen. Aber der einzige Unterschied zwischen den Argumenten liegt darin, dass jeder andere Informationen bekommt, durch lesen oder Hörsagen. Doch weiß jemand wo diese Stichpunkte herkommen? Entweder es werden wieder neue Theorien in den Raum geschmissen oder neue ,,Wahrheiten“. Doch war jemand da und hat es mit eigenen Augen gesehen was da vor sich geht? Ich nicht, und deswegen weiß ich nicht was ich nun glauben soll. Schreiben, sagen und meinen kann man viel. Gerade dort wo Geld fließt…Ich würde gerne auch billig einkaufen gehen, wer nicht? Aber es stimmt billig heißt nicht immer gute Qualität oder faire Herstellungsumstände. Doch wenn es um Qualität geht, gebe ich gerne etwas mehr aus. Doch wie sieht es jetzt mit Primakrt aus? Weiß jemand etwas neues?

    Liebe Grüße Viktoria

    1. nikoletta / EarthLink

      Hallo Viktoria, ob man bei Primark einkaufen möchte oder nicht, bleibt jedem Konsumenten selbst überlassen. Und die Entscheidungsfindung auch. Wir möchten lediglich Informationen liefern hinsichtlich der Unternehmenspolitik, der Kontrollen und dazu, ob es schon Vorfälle von Kinderarbeit gab. Unsere Informationen sind gut recherchiert und unbestritten sind die Vorwürfe hinsichtlich der indischen Subunternehmenr des Unternehmens Primark, die Mädchen nach dem Sumangali-Schema zumindest ausgebeutet haben: http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/firma/primark/ Diese Vorfälle liegen nicht lang zurück. Wie Primark darauf reagiert hat, ist uns nicht bekannt. Die „Maid in India“-Studie (2012) ist eine seriöse Quelle.

  4. Hi Ganz ehrlich jeder sagt Primark ist Kinderarbeit stimmt aber garnicht, nur weil dort eine Legging 4,00€ kostet muss es doch garnichts bedeuten. Wenn die kinder in Indien oder Bangladesh selbst dafür arbeiten von denen die schuld die Eltern können ja auch was dazu sagen vorm gericht oder so… also bei Primark gibt es eben coole sachen und halt billig :)

    1. christian / EarthLink

      Primark engagiert sich seit den Vorwürfen aus der im April 2012 erschienenen Studie „Maid in India“ relativ stark, um Kinderarbeit in ihren Zulieferern entgegenzuwirken. In unseren Augen wäre es aber zusätzlich angebracht gewesen, die betroffenen Kinder zu entschädigen und dafür zu sorgen, dass sie die Schule besuchen können. Hierzu ist uns aber nichts Weiteres bekannt. Fakt ist, dass die Vorwürfe nach wie vor bestehen und ernst zu nehmen sind. Wir wissen bis heute nicht, was seitdem mit den betroffenen Kindern passiert ist. Deswegen erhält Primark bei „Vorwürfen gegen Kinderarbeit“ immer noch einen roten Punkt.

    2. Oh mein Gott… An Bildung fehlt es hier wohl reichlich.
      Die Leute in Indien und Bangladesh etc sind bettelarm, die arbeiten da sicher nicht aus Spaß, die machen das weil die das machen MÜSSEN, weil sie sonst sterben würden. Die Verhältnisse dort sind ganz anders als hier. Da kann man nicht einfach einen Anwalt einschalten, und um faire Löhne demonstrieren. Die meisten dort leiden unter Unterdrückung oder werden bedroht. Also so easy ist das nicht. Und Billige Sachen sind meistens von Kindern gemacht, oder fehlerhaft.
      Informier dich doch mal über die Verhältnisse in Indien, und warum Kinderarbeit überhaupt entsteht ;)

  5. Ich finde Kinderarbeit ist generell ein sehr schwieriges Thema, bei dem nur wenige Menschen wahres Interesse zeigen und kaum einer darüber nachdenkt wie man dagegen angehen kann.
    Meiner Meinung reicht es nicht Marken zu boykottieren, die Tendenzen zur Kinderarbeit zeigen.
    Die Probleme liegen viel tiefer und müssen aktiv von der Politik der betroffenen Länder angegangen werden. Weiterführend müssen auch andere politische Organe ihren Beitrag dazu leisten, wie zB die EG. Denn auch wenn die Länder, in denen Kinder arbeiten, nicht zur EU gehören, so trägt dieses Thema durchaus einen wichtigen Beitrag zur europäischen Wirtschaft bei.
    Der Europäische Bürger kann durchaus einen Teil dazu beitragen, doch dazu muss er sich weitgehend informieren und sich an Organisationen wenden, die aktiv in das Geschehen eingreifen (können) und politische Macht besitzen.
    Der gesellschaftliche Druck ist in Europa deutlich stärker ausgeprägt als in Entwicklungsländern. An einen deutschen Teenager werden hohe Ansprüche gesetzt, die ähnlich komplex sind, wie die Hintergründe der Kinderarbeit.
    Es hilft meiner Meinung nach nicht, Teenagern zu erzählen, wo ihre Kleidung her kommt und welche Missstände dort herrschen. Man muss ihnen zeigen, wodurch diese entstehen und wie aktiv dagegen angegangen werden kann. Doch ist es meiner Meinung nach nicht die Aufgabe von „Kindern“ die Machenschaften der Konzerne zu kontrollieren und zu beeinflussen. Natürlich richten sich Unternehmen nach dem Kaufverhalten der Kunden, doch stehen in den Büros Menschen, die selbst entscheiden können, wer ein T-shirt nähen soll. Sie besitzen diese Macht und das kann keiner bestreiten.

    Wie gesagt, ein schwieriges Thema… welches dringend gelöst werden muss.
    Ich weiß, dass dieser Beitrag an anderer Stelle stehen sollte, doch es kam so über mich….
    Liebe Grüße und danke für eure Arbeit :)

  6. Ich finde das primark fair handelt sie sind gegen kinderarbeit und streiten jeden Vorwurf für kinderarbeit ab.

    Ich persönlich finde das primark sehr positiv rüberkommt.

  7. Hi an alle,

    ich denke, dass es doch glas klar ist, dass Primark letztendlich nur immer wieder in diesen Kinderarbeits-Sumpf reingeraten wird! Wie soll es auch anders gehen, wenn man Leggings für 2,50 € anbietet?

    Frage ist, warum kaufen Menschen so etwas, mit all dem Hintergrundwissen?

    Dabei gibt es doch auch schönere und inspirierende Zusammenarbeiten in der Mode zw. westlichen Unternehmen und Entwicklungsländern, wie dieser Artikel zeigt:

    http://betterymagazine.com/ideas/fashion-poverty/

  8. Pingback: Heute gekauft... - Seite 489 - Stilmagazin Forum

  9. Die Quellennachweise sind leider etwas dürftig ausgefallen. Es wäre schön, wenn sie direkt auf die Informationen verweisen, anstatt lediglich auf die Startseite der jeweiligen Homepage zu führen.
    Grüße

    1. nikoletta / EarthLink

      Hallo Manuel,
      wir versuchen, bei unseren Quellenangaben direkt auf die relevanten Artikelseiten zu verweisen. Bei älteren Einträgen – wie in diesem Fall – kann es aber vorkommen, dass der Verlag ohne unser Wissen einen Artikel aus dem Netz und auch aus dem Archiv entfernt und man trotz direktem Verlinkungspfad auf den Artikel (wie beispielsweise hier bei der business times online) , automatisch auf die Starterseite verwiesen wird. Dafür sind wir nicht verantwortlich. Wir bemühen uns aber weiterhin in regelmäßigen Abständen, fehlerhafte Links zu ersetzen.
      Grüße

    1. lieber mensch, der text ist leider weg…sehr sehr schade, da ich info haben muss – langzeitarbeitslose sollen in den Niederlanden zur arbeit dort verpflichtet werden.
      bitte um neuen lin, vielen dank!

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