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New Balance

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Mode, Bekleidung, Textilien - Sportartikel und -bekleidung

Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Ein großer Teil der New Balance Schuhe, die in Europa vertrieben werden, wird in Flimby, England produziert. Da die Nachfrage jedoch stark zugenommen hat, lässt das Unternehmen nun auch in Asien produzieren.1)
  • Weitere Produktionsstätten sind in: USA, China, Philippinen, Taiwan, Vietnam.2)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:
  • Laut eigenen Angaben des Unternehmens dürfen Lieferanten keine Kinder oder Jugendlichen unter 16 Jahren beschäftigen, bzw. unter 15 Jahren, wo dies gesetzlich zulässig ist.Eine Beschäftigung ist erst nach Ende der Schulpflicht erlaubt. Hersteller verpflichten sich an den Produktionsstandorten Nachweise über die Geburtsdaten der Mitarbeiter bereitzuhalten, um eine Überprüfung des Alters zu ermöglichen.1)
  • Der Verhaltenskodex des Unternehmens New Balance verlangt, dass alle relevanten lokalen Arbeitsgesetze eingehalten werden müssen. Das Unternehmen verpflichtet sich formell dazu, grundlegende Arbeitsstandards – entsprechend den ILO Kernkonventionen – zu respektieren. Diese Normen verbieten ua. auch Kinderarbeit. Das Unternehmen verpflichtet jedoch nicht alle Arbeitsstätten, in denen ihre Produkte hergestellt werden, dazu, den Kodex einzuhalten. Der Verhaltenskodex ist in einzelnen Punkten nicht hinreichend genau; er enthält keine Verpflichtung im Hinblick auf: Bestimmungen über vorübergehende Maßnahmen im Interesse der Kinder und ihrer Familien, wenn Kinderarbeit vorgefunden wird; Sonderbestimmungen für ArbeiterInnen unter 18 Jahren (z.B. Ausbildung, kein Recht zu arbeiten); das Verbot des Arbeitgebers, Kautionen einzufordern oder Personalausweise zurückzubehalten; die Garantie eines existenzsichernden Lohns für einen regulären Arbeitstag ohne Überstunden; den expliziten Hinweis auf die ILO-Kernkonvention 182 gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit.2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

Die Firma nutzt nach eigenen Angaben folgende Siegel bzw. Zertifikate:
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

  • Der Lieferant soll sicher stellen, dass auch seine Zulieferer sich an den Verhaltenskodex halten. Die Zusammenarbeit mit Zulieferern bedarf der vorherigen Genehmigung von New Balance. Wird dieser Verhaltenskodex vorsätzlich nicht eingehalten, so ist New Balance berechtigt, geltende Verträge mit dem Lieferanten zu kündigen bzw. diese Verträge nicht zu verlängern. Es gibt nur interne Kontrollen durch das Unternehmen.1)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Woher genau die Baumwolle in den Produkten des Unternehmens stammt, ist uns nicht bekannt. Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden.

  • Die Textilien des Unternehmens wurden (womöglich) in asiatischen Ländern wie Indien und Bangladesh oder (womöglich) in südafrikanischen Ländern wie Lesotho oder Swasiland produziert. Aus diesen Ländern wird immer wieder über Kinderarbeit bei der Textilproduktion berichtet.

  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

  • Bei der dreitätigen Play Fair-Konferenz im Juli 2008 in Hongkong sagte New Balance zu, sich an den Follow-Up-Plänen von Play Fair 2008 – der Kampagne für bessere Arbeitsbedingungen in der Sportarikelindustrie – zu beteiligen, mit der Zielsetzung Gewerkschaftstätigkeiten und Kollektivverhandlungen in der Branche zu fördern und eine Anhebung der Löhne im gesamten Sektor zu erreichen.
  • ArbeiterInnen einer Fabrik in China wurden inhaftiert, nachdem sie öffentlich für bessere Arbeitsbedingungen in ihrer Fabrik demonstriert hatten. Die Fabrik produzierte für viele Sportartikelunternehmen, darunter auch New Balance. Verstöße gegen Arbeitsrechte bezogen sich auf Löhne, Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen. Das Unternehmen hat positiv und direkt reagiert, als es von der CCK über eine Arbeitsrechtsverletzung bei einem seiner Lieferanten informiert wurde. Die beklagten Arbeitsrechtsverletzungen wurden korrigiert und es gibt keine ausstehenden Themen.2)

Fußnoten, Links und Quellen:

  1. E-mail-Antwort von New Balance am 17.4.09 [] [] []
  2. cleanclothes.at [] [] []

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