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Microsoft

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Elektronik

Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Microsoft produziert die benötigte Hardware nicht selbst. Das Unternehmen hat Verträge mit Herstellern in verschiedenen Ländern. Diese befinden sich hauptsächlich in China, Thailand, Malaysia, Südkorea, Israel, Mexiko und auf den Philippinen.1)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:
  • Microsoft hat in seinem Vendor Code of Conduct definiert, dass seine Zulieferer alle lokalen Menschenrechtsgesetze der Länder, in denen Microsoft und seine Zulieferer arbeiten, einhalten. Kinderarbeit ist, genau wie auch unsichere Arbeitsbedingungen und Zwangsarbeit untersagt.2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

Die Firma nutzt nach eigenen Angaben folgende Siegel bzw. Zertifikate:
  • Die Einhaltung der Richtlinien des vendor code of conduct soll durch direktes Engagement und Training der Zulieferer erreicht werden.
  • Microsoft gibt darüber hinaus an, gemäß den EICC-Vorgaben Kontrollen bei den Zulieferern durchzuführen/durchführen zu lassen.1)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Das Unternehmen verwendet oder bezieht womöglich Coltan aus dem Kongo, da sich wichtige Lagerstätten hier befinden. Von hier sind schwerste Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit beim Coltan-Abbau bekannt.

  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

  • Basierend auf seinen Daten von 2003 bis in die Gegenwart geht das Unternehmen von einem geringen Risiko der Kinderarbeit bei seinen vertraglichen Produzenten aus. Ein Restrisiko bestünde jedoch weiterhin.1)
  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Das Unternehmen gibt an, dass die Reaktionen u.a. zusätzliche Prüfungen, vermehrtes Training oder eine Beendigung des Vertragsverhältnisses nach sich ziehen könnten.1)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

  • Auch gegen Zulieferer von Microsoft sind in der Vergangenheit Vorwürfe3) wegen menschenunwürdiger Arbeitsbedingungen bei der Produktion von IT-Equipment für Microsoft erhoben worden. Die strikte Einhaltung des EICC durch Microsoft steht damit zumindest in Frage

Fußnoten, Links und Quellen:

  1. Email von Microsoft vom 23.02.2010 [] [] [] []
  2. Microsoft: Vendor Code of Conduct []
  3. www.derstandart.at []

2 Gedanken zu „Microsoft“

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