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Metro Group

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Waren- und Handelshäuser

Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Die METRO Group ist einer der weltweit größten internationalen Handelskonzerne. Das Unternehmen vertreibt Markenprodukte bekannter Konsumgüterhersteller und Produkte unter hauseigenem Label. „Für ihre Eigenmarken-Produkte verpflichtet sich die METRO Group, weltweit deren soziale und ökologische Verträglichkeit sicherzustellen.“1)
  • Die Vertriebsmarken der METRO Group sind Metro/Makro Cash & Carry, Real, Extra, Media Markt, Saturn und Galeria Kaufhof. Das Unternehmen ist an über 2.200 Standorten in 32 Ländern präsent. Es beschäftigt rund 280.000 Mitarbeiter 2)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:
  • Unter Leitung der Dachorganisation des europäischen Außenhandels, der Foreign Trade Association (FTA), gründeten etablierte Unternehmen die Business Social Compliance Initiative (BSCI). Die METRO Group ist Gründungsmitglied der BSCI. Das Ziel der Initiative ist es, grundlegende Menschenrechte in der Produktions- und Lieferkette zu wahren. „Das Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit ist bereits seit mehreren Jahren fester Bestandteil der Einkaufsverträge des Unternehmens.“1)
  • Der Konzern verpflichtet seine Lieferanten dazu den BSCI-Verhaltenskodex einzuhalten. Der Verhaltenskodex stimmt mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, den Kernarbeitsnormen der ILO und den UN-Konventionen über die Rechte von Kindern überein. So heißt es über das Verbot von Kinderarbeit: „Kinderarbeit, wie sie in den ILO-Überreinkommen, den Konventionen der Vereinten Nationen beziehungsweise den nationalen Gesetzen definiert ist, ist verboten. Von den genannten Standards ist der jeweils strengste zu befolgen. Jede Form der Ausbeutung von Kindern ist untersagt. Arbeitsbedingungen, die denen der Sklaverei ähneln oder gesundheitsschädlich für Kinder sind, sind verboten. Die Rechte jungendlicher Arbeitnehmer sind zu schützen.“3)
  • Die METRO Group gehört der AVE (Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels) an. Somit beteiligt sich auch die METRO Group an Gemeinschaftsprojekten mit der GTZ.4)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

Die Firma nutzt nach eigenen Angaben folgende Siegel bzw. Zertifikate:
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

  • Spezialisten der Business Social Compliance Initiative (BSCI) überprüfen als unabhängige Kontrollinstanz in regelmäßigen Zeitabständen die Einhaltung der Richtlinien.5)
  • Im Falle, dass ein Lieferant den BSCI-Standard nicht erfüllen kann, muss er den von AVE und GTZ ausgearbeiteten „Corrective Action Plan“ umsetzen.4)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Nach Auskunft der firmeneigenen Abteilung „Nachhaltigkeit und Umwelt“ gab es bisher keine Vorwürfe wegen Kinderarbeit.1)
  • Bei Kontrollen der eigenen Zulieferer sei Metro zwei Mal auf Kinderarbeit gestoßen, was durch eine Nachprüfung aber abgestellt worden sei.6)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Zu den sozialen Tätigkeiten des Unternehmens zählen u.a. die Errichtung eines Betriebskindergartens in Düsseldorf, die Spende von 250.000 Euro für Seebeben-Opfer in Indien und die Nachwuchsförderung, wie z.B. das Projekt Metro Edukacja.
  • 500 Filialen der Metro-Vertriebslinien übergeben an die sogenannte Tafelbewegung kostenlos Lebensmittel, die für Menschen in Not zur Verfügung stehen.
  • Auch intern wird Engagement gefördert: Die Metro Group unterstützt soziale Projekte und bringt teilweise die Arbeitskraft seiner eigenen Mitarbeiter und Auszubildenden mit ein .7)8)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

Fußnoten, Links und Quellen:

  1. Auskunft eines Mitarbeiters des Unternehmens METRO Group [] [] []
  2. Metro.de: Eine neue Qualität des Einkaufens – zuletzt aufgerufen am 27.08.15 []
  3. MetroGroup.de: Verhaltenskodex – zuletzt aufgerufen am 27.08.15 []
  4. Ostasiatischer Verein [] []
  5. MetroGroup.de: Sozialstandards – zuletzt aufgerufen am 27.08.15 []
  6. Bericht bei SPIEGEL-online vom 9.5.2009 []
  7. Metrogroup.de: gesellschaftliches Engagement – zuletzt aufgerufen am 27.08.15 []
  8. csrgermany.de: Metro Group – zuletzt aufgerufen am 27.08.15 []

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