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Marimekko

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Mode, Bekleidung, Textilien - Waren- und Handelshäuser - Sonstiges
Auf unsere Anfragen seit 07.10.2008 haben wir noch keine Antwort erhalten.


Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

  • Die Marimekko-eigene Textildruckerei in Helsinki bedruckt alle Meterware von Marimekko, alle Küchentextilien sowie einen Teil der Stoffe, die für Kleidung und Taschen verwendet werden – rund eine Million Meter pro Jahr. Darüber hinaus werden die Produkte von einem Partnerlieferantennetzwerk in Europa und Asien hergestellt. 1)

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Ein Großteil der Marimekko-Produkte wird in EU-Ländern (Portugal 20%, Estland 13%, 8% Finnland, Ungarn, Schweden) hergestellt, der Rest außerhalb der EU (Thailand 20%, China 16%, Indien 1%, Philippinen, Türkei). 1)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist Mitglied bei bzw. unterstützt (auch nach eigenen Angaben):
  • Marimekko legt in seinem Code of Conduct fest, dass Kinderarbeit gemäß den ILO Standarts verboten ist. 2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Marimekko strebt eine langfristige Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten an und mit vielen von ihnen arbeiten das Unternehmen seit mehr als 20 Jahren zusammen. Im Jahr 2021 wurden die Produkte von einem globalen Netzwerk von rund 160 Partnerlieferanten hergestellt. Eine Liste der Partnerlieferanten von Marimekko wird auf der Website des Unternehmens veröffentlicht.
  • Marimeko sucht, laut eigenen Angaben, Lieferanten sorgfältig aus und achten bei unserer Auswahl neben kaufmännischen Bedingungen auch auf Nachhaltigkeitsaspekte wie Arbeitsbedingungen, Sicherheit und Vergütung.3)

Welche Siegel bzw. Zertifikate nutzt die Firma (auch nach eigenen Angaben) um aubeuterischer Kinderarbeit vorzubeugen?

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Ende 2007 unterliegt Marimekko den Vorwürfen, über einen schwedischen Zulieferer in Kreenholm, usbekische Baumwolle aus Kinderarbeit zu beziehen. 2)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Marimekko hat alle Bestellungen einer estnischen Fabrik ausgesetzt, die im Verdacht stand, in ihrer Textilproduktion durch Kinderarbeit gepflückte Baumwolle zu verwenden. „Wir haben uns sofort mit der betreffenden Fabrik in Verbindung gesetzt und gesagt, dass wir dort nichts bestellen werden, bis diese Angelegenheit geklärt ist. Sie sind dabei festzustellen, woher die von ihnen verwendete Baumwolle stammt“, sagte Helinä Uotila, Produktionsleiterin bei Marimekko. Sie gab zu, dass Marimekko nicht immer weiß, woher sein Material kommt. „Im Allgemeinen wissen wir, woher die Baumwolle kommt, zumindest von unseren Hauptlieferanten. Es ist auch eine Frage der Qualität“, sagte Uotila. 4)
  • Im Code of Conduct ist folgendes festgelegt: Lieferanten müssen im Rahmen des Einstellungsprozesses effektiv funktionierende Altersüberprüfungsmechanismen einrichten, die den Arbeitnehmer nicht in einer Weise erniedrigen oder respektlos behandeln dürfen. Bei der Entlassung von Kindern ist besondere Vorsicht geboten, da diese in gefährlichere Beschäftigungen wie Prostitution oder Drogenhandel wechseln können. Bei der Entfernung von Kindern vom Arbeitsplatz müssen die Lieferanten auf proaktive Weise Maßnahmen zum Schutz betroffener Kinder ermitteln. Gegebenenfalls verfolgen sie die Möglichkeit, erwachsenen Haushaltsangehörigen der betroffenen Kinderfamilie menschenwürdige Arbeit zu verschaffen und den Zugang der Kinder zu Bildung mit angemessenen Maßnahmen zu unterstützen. 2)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

  • Im Jahr 2010 unterstützte Marimekko die „Because I am a Girl“-Kampagne von Plan Finnland durch Geldspende-Initiativen
  • Nach dem Tsunami in Japan im Jahr 2011, entwarf das Unternehmen eine Tasche in den Farben der japanischen/finnischen Flagge (blau-rot-weiß) und spendete den Verkaufserlös an das Rote Kreuz (für Japan) 5)

Fußnoten, Links und Quellen:

  1. Marimekko – Manufacturing and Origin
  2. Marimekko, Code of Conduct, aufgerufen am 02.06.2022
  3. Marimekko, Sustainability, Manufacturing, aufgerufen am 02.06.2022
  4. yle.fi: Marimekko suspends orders following child labour claims, 26.11.2007
  5. Marimekko – Activity in the local community; nicht mehr verfügbar

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