Teilen + unterstützen!

Le Coq Sportif

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Sportartikel und -bekleidung
Auf unsere erste Kontaktaufnahme am 10.03.2014 per EMail an , haben wir noch keine Antwort erhalten.

Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Le coq sportif gehört zum Schweizer Holding Airesis

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:
  • Le Coq Sportif spricht sich in ihrem Code of Conduct, gestützt auf verschiedene ILO-Konventionen sowie die UN-Kinderrechtskonvention, explizit gegen Kinderarbeit aus.1)
  • Demnach dürfen keine Personen beschäftigt werden, die jünger als 15 Jahre oder unter dem Alter sind, das im Produktionsland zur Vollendung der Schulpflicht erreicht sein muss.2)
  • Für Arbeiter zwischen 15 und 18 Jahren sind spezielle Gesundheits-, Sicherheits- und arbeitsrechtliche Bestimmungen vorgesehen.2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

Die Firma nutzt nach eigenen Angaben folgende Siegel bzw. Zertifikate:
  • Um sicherzustellen, dass keine Kinderarbeit vorkommt, sind die Zulieferer der Firma dazu verpflichtet, das Alter der Arbeiter festzustellen und zu dokumentieren.2)
  • Um die im Code of Conduct festgelegten sozialen Standards zu gewährleisten, werden die Fabriken – laut Code –  in Audits und regelmäßigen und unangekündigten Inspektionen überprüft. Verbesserungsmaßnahmen werden bei Verletzungen der Standards durchgeführt. Mitarbeiter werden laut dem Code of Conduct über ihre Rechte informiert.3)
  • Aber: Wir haben keine Informationen darüber, ob es sich bei den Inspektionen um unabhängige und von zertifizierten Organisationen durchgeführte Audits handelt. Die Firma arbeite laut Code of Conduct mit einer „unabhängigen Firma“ zusammen, über die jedoch keine weitere Auskunft gemacht wird.3)
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Woher genau die Baumwolle in den Produkten des Unternehmens stammt, ist uns nicht bekannt. Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden.

  • Die Textilien des Unternehmens wurden (womöglich) in asiatischen Ländern wie Indien und Bangladesh oder (womöglich) in südafrikanischen Ländern wie Lesotho oder Swasiland produziert. Aus diesen Ländern wird immer wieder über Kinderarbeit bei der Textilproduktion berichtet.

  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

  • Das Unternehmen lässt Fußbälle produzieren, mit großer Wahrscheinlichkeit in Pakistan. Trotz signifikanter Anstrengungen zur Verhinderung von Kinderarbeit, zum Beispiel mit dem Atlanta- Abkommen aus dem Jahr 1997, welches Kinderarbeit bekämpfen soll, ist weiterhin davon auszugehen, dass ein Teil der Fußbälle von Kindern genäht wird. Das größte Problem hier ist die enorme Dezentralisierung der Produktionsorte und die Dominanz von Heimarbeit, was effektive Kontrollen stark erschwert.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Fußnoten, Links und Quellen:

 

  1. Le Coq Sportif: Code of Conduct; Seite 9; aufgerufen am 10.03.2014 []
  2. Le coq sportif: Code of Conduct; Seite 9; aufgerufen am 10.03.2014 [] [] []
  3. Le coq sportif: Code of Conduct; Seite 12; aufgerufen am 10.03.2014 [] []
Schlagwörter:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.