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Hunkemöller

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Mode, Bekleidung, Textilien
Auf unsere Anfragen seit 28.06.2013 haben wir noch keine Antwort erhalten.


Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

  • Das Unternehmen ist Mitglied der “Better Cotton Initiative” und hat sich verpflichtet, bis 2022 zu 100% Bio-Baumwolle zu verwenden.1)

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Das Unternehmen gibt an, rund 33% seiner Produkte aus Bangladesch zu beziehen. 2)
  • Wo die Produktionsstätten des Unternehmens lokalisiert sind, gibt das Unternehmen nicht an. Da es offensichtlich keine eigenen Einrichtungen besitzt, besteht eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Konfektion der Produkte in den für die Textilindustrie üblichen Ländern stattfindet.

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:
BCI -
  • Der “Ethical Code of Conduct” des Unternehmens gilt für alle Lieferanten und deren mögliche Subunternehmen oder sonstige Geschäftspartner und umfasst alle Arten von Beschäftigten. 3)
  • Das Unternehmen erwartet von seinen Geschäftspartnern, dass diese ihre Einhaltung des Verhaltenskodexes nachweisen können. 3)
  • Das Unternehmen hat sich verpflichtet, den gestandenen UN, OECD und ILO Konventionen zu folgen, neben den generellen Gesetzeslagen in den entsprechenden Produktions- und Vertriebsländern. 4)
  • Das Unternehmen verlangt von seinen Lieferanten umfassende Transparenz in Bezug auf Produktionsstätten und die dort herrschenden Umstände. Sie sind verpflichtet, die Einhaltung der gesetzten Standards zu überwachen und zu dokumentieren.4)
  • Das Unternehmen lehnt Kinderarbeit entschieden ab. Kinder ohne ILO-Ausnahmengenehmigung dürfen nicht in der Wertschöpfungskette des Unternehmens aktiv sein, sofern sie nicht mindestens 15 Jahre alt sind und ihre obligatorische Schulbildung abgeschlossen haben. Zudem sind die Lieferanten in der Pflicht, gegebenenfalls den Eltern des Kindes einen Arbeitsplatz zu ermöglichen, um zu verhindern, dass das Kind im Zuge seiner Ablehnung als Arbeitskraft genötigt wird, sich dem Drogenhandel oder der Prostitution zuzuwenden.4)
  • Junge Arbeitskräfte (unter 18) dürfen neben Nachtschichten keine Tätigkeiten ausführen, die ihre Gesundheit, Sicherheit, Moral oder sonstige Entwicklung negativ beeinträchtigen könnte. Des Weiteren dürfen ihre Arbeitszeiten in keinster Weise ihre schulischen Bildungsmöglichkeiten beeinträchtigen. Um dies zu verhindern, sind die Lieferanten angehalten, gewisse vorsorgliche Mechanismen zu implementieren, um unerwünschte Resultate zu verhindern.4)
  • Ganz allgemein verfolgt das Unternehmen aber eine Null-Toleranz-Politik in Hinblick auf Kinderarbeit. 4)
  • Hunkemöller ist seit 2003 Mitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI). 5)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Um die Verifikation zu garantieren werden regelmäßig von externer Stelle Audits durchgeführt, die gemäß dem BSCI, CoC oder gleichwertigen Kontrollsystemen durchgeführt werden und von Seiten des Unternehmens gebilligt sind. 3)
  • Für diesen Zweck müssen alle Lieferanten jederzeit bereit sein, relevante Dokumente für eine mögliche Überprüfung vorzeigen zu können. Das Unternehmen behält sich dabei vor diese Kontrollen unangekündigt selbst oder mithilfe akkreditierter Dritter durchzuführen, wobei Zugriff zu allen geforderten Dokumenten und die Möglichkeit für Mitarbeiterbefragungen gewährleistet sein muss. 3)
  • Sollten Ungereimtheiten oder Probleme hinsichtlich des CoC auftreten, tritt ein “corrective action plan” (CAP) in Kraft, der auf konstruktiven Dialog mit dem Lieferanten setzt um eine Verbesserung der Verhältnisse zu entwickeln und implementieren. Dabei wird ein straffer Zeitplan festgelegt, dessen Befolgung und Kooperationswillen über künftige Zusammenarbeit entscheidet. 4)

Welche Siegel bzw. Zertifikate nutzt die Firma (auch nach eigenen Angaben)?

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Woher genau die Baumwolle in den Produkten des Unternehmens stammt, ist uns nicht bekannt. Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden.

  • Die Textilien des Unternehmens wurden (womöglich) in asiatischen Ländern wie Indien und Bangladesh oder (womöglich) in südafrikanischen Ländern wie Lesotho oder Swasiland produziert. Aus diesen Ländern wird immer wieder über Kinderarbeit bei der Textilproduktion berichtet.

  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

  • Das Unternehmen begann 2017 in Zusammenarbeit mit UNICEF und zwei Fabriken in Bangladesch ein Kinderrechtsprogramm, das dabei helfen soll, die Praktiken innerhalb der Lieferkette nachhaltig positiv zu verändern. 6)
  • In Zusammenarbeit mit der Circular Economy in Made in Bangladesh Apparels (CEMBA)beschäftigt sich das Unternehmen mit der Überbrückung der Kreislaufwirtschaft und der humanitären Hilfe
  • 2)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

  • Das Unternehmen gibt an, neben Bio-Baumwolle noch recyceltes Polyester und Nylon zu verwenden, ebenso wie nachhaltige Viskose. Diese Materialien sind dabei durch unabhängige und glaubwürdige Institutionen verifiziert. (https://togethertomorrow.hunkemoller.de/materials/ )

Fußnoten, Links und Quellen:

  1. Hunkemöller, togethertomorrow, Better Cotton Initiative, aufgerufen am 26.04.2022
  2. Hunkemöller, togethertomorrow, cemba-2, aufgerufen am 26.04.2022
  3. Hunkemöller, togethertomorrow, Code of Conduct, aufgerufen am 26.04.2022
  4. Hunkemöller, Child Labour Policy 2019
  5. Hunkemöller: Verantwortliches Handeln; aufgerufen am 19.02.2019
  6. Hunkemöller, togethertomorrow, unicef, aufgerufen am 26.04.2022

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