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Halloren AG

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Süßwaren
Auf unsere Anfragen seit 27.05.2014 haben wir Antwort erhalten.


Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

  • Milch, Zucker und Weinbrand werden, wenn möglich, aus Deutschland bezogen.
  • andere Produkte – wie Kakao – werden u.a. aus der Elfenbeinküste und Ghana bezogen. Haselnüsse kommen bspw. aus der Türkei.

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Als Produktionsorte werden laut der Halloren AG die deutschen Standorte Halle, Delitzsch und Cremlingen sowie Holland (Gouda) und Belgien (Gent) genannt.
  • Produkte – wie Kakao – bezieht das Unternehmen nach eigenen Angaben beispielsweise aus der Elfenbeinküste und Ghana, Haselnüsse beispielsweise aus der Türkei. 1)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

  • Halloren lässt sich regelmäßig schriftlich durch Lieferanten bestätigen, dass in ihrer Lieferkette keine missbräuchliche Kinderarbeit vorkommt. 1)

Welche Siegel bzw. Zertifikate nutzt die Firma (auch nach eigenen Angaben)?

  • Laut Unternehmen lag der Anteil an UTZ Schokoladen bei 29% im Jahr 2014. 2)
  • Die Firma hat nach eigenen Angaben ab 2017 den Großteil der Produkte auf „Fair Trade“ zeritfizierten Kakao umgestellt. 3)
  • Die Schokoladenprodukte sind mit dem „Fairtrade Cocoa Program“-Siegel gekennzeichnet. Dabei ist nicht das gesamte Produkt, sondern nur der Rohstoff Kakao fair angebaut und gehandelt. 4)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Das Unternehmen bezieht wahrscheinlich Kakao aus der Elfenbeinküste (woher 40% des auf dem Weltmarkt gehandelten Kakaos stammt) oder anderen westafrikanischen Ländern. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit bekannt und in einer Studie des International Institute for Tropical Agriculture (IITA) belegt worden.

  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es bedarf nach unserer Kenntnis keiner Reaktion, da uns keine konkreten Vorwürfe bekannt sind.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Mitgliedschaft beim BDSI (Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie) 1)
  • Gründungsmitglied im „Forum Nachhaltiger Kakao“ 1)
  • Beteiligung am Projekt „Pro Planteurs“ des Forums Nachhaltiger Kakao 5)
  • Die Firma hat nach eigenen Angaben den Großteil der Produkte auf „Fair Trade“ zeritfizierten Kakao umgestellt. 6) Die Schokoladenprodukte sind mit dem „Fairtrade Cocoa Program“-Siegel gekennzeichnet.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

  • Zusammen mit dem Europäischen Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft (EBG) richtet die Halloren AG seit 2009 den Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ aus. Ziel ist die Unterstützung junger Forscher in Form von Preisgeldern, Gutscheinen und finanziellen Mitteln für Arbeitsmaterial und Forschungsgeräte. 1)
  • Patenkindergärten in den Bereichen Bildung und Wissensvermittlung mit Schwerpunkt auf Themen Umweltschutz und nachhaltiger Umgang mit Ressourcen. Umgesetzt werden diese Schwerpunkte in Aktionen, die mit den Kindern durchgeführt werden, wie zum Beispiel „Gesund kochen und essen“. 1)

Fußnoten, Links und Quellen:

  • Pressemitteilung von Halloren 7)
  1. Email von der Firma Halloren, 03.07.2014
  2. Verantwortung | Halloren Schokoladenfabrik
  3. Verantwortung | Halloren Schokoladenfabrik, abgerufen am 29.07.2022
  4. Utopia-Webseite „Fairtrade Cocoa: Siegel für fairen Kakao“
  5. Email von der Firma Halloren, 13.10.2015
  6. Halloren-Webseite zu Verantwortung, abgerufen am 29.07.2022
  7. Pressemitteilung der Halloren Schokoladenfabrik AG vom 27.8.2014

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