G-Star

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Mode, Bekleidung, Textilien
Auf unsere Anfragen seit 11.09.2013 haben wir Antwort erhalten.

Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

  • G-Star unterhält vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen mit verschiedenen Zulieferern auf der ganzen Welt.
  • Produktionsstätten sind hauptsächlich in Bangladesh, China, Griechenland, Indien, Italien, Marokko, Peru, Portugal, Sri Lanka, Tunesien, Türkei und in Vietnam. 1)
  • G-Star hat im März 2017 das Supply Chain Transparency Pledge unterzeichnet, um weitere Informationen zu veröffentlichen, die es Arbeitnehmern und Verbrauchern ermöglichen, herauszufinden, wo ihre Produkte hergestellt werden. Die Informationen zu ihren direkten Lieferanten und Verarbeitungsbetrieben haben sie in der G-Star-Herstellungsliste veröffentlicht. Außerdem teilen sie die Herstellerliste über die Open Apparel Registry (OAR).2)

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • G-Star insgesamt 24 Lieferanten aus acht Ländern (Bangladesch 28%, China 22%, Indien 15%, Marokko 1%, Tunesien 7%, Türkei 13%, Vietnam 12%, Mauritius 1%)
  • G-Star veröffentlicht alle sechs Monate eine Aktualisierung seiner Manufacturing Map, in welcher rund 95% Prozent aller G-Star-Lieferanten enthalten sind.2)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:
BSCI - ETI -
  • G-Stars hat einen Code of Conduct, welcher in der „Social Labour Guideline“ eingebettet ist und in welchem klare Richtlinien für ihre Zulieferer und ihre eigenen Produktionsstätten festgelegt sind. Dieser stützt sich auf die UN Menschenrechtserklärung, den ILO-Konventionen
  • Wie in ihrer „Social Labour Guideline“ festgelegt, vertritt G-Star in keinster Weise Kinderarbeit und fordert von ihren Zulieferern eine strikte Einhaltung.3) 1)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

Die Firma nutzt nach eigenen Angaben folgende Siegel bzw. Zertifikate:
  • Interne Arbeitsgruppen sowie externe Spezialisten die Fabriken und Produktionsstätten jährlich ob die Richtlinien ihres „Code of Conducts“ eingehalten werden. Außerdem werden diese dabei unterstützt, die Arbeitsbedingungen kontinuierlich zu verbessern. 4)
  • Zur Gewährleistung des „Code of „Conducts“ lässt die Firma, vor Beginn und während der Geschäftsbeziehung, unabhängige Inspektoren die Produktionsstätten besichtigen und kontrollieren.1)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.

  • Wenn Kinderarbeit festgestellt werden sollte, muss der Lieferant versuchen, die  Ursachen zu analysieren, um diese in Zukunft zu verhindern. Desweiteren muss der Lieferant dafür sorgen, dass das Kind die Schule besucht, er muss die Ausbildungskosten des Kindes übernehmen und diesem den Mindestlohn zahlen, bis die gesetzliche Altersgrenze erreicht wurde.5)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es bedarf nach unserer Kenntnis keiner Reaktion, da uns keine konkreten Vorwürfe bekannt sind.

  • Das Unternehmen war bisher noch nicht mit Vorwürfen konfrontiert.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • G-Star versucht die Menschen in ihren Produktionsstätten sowie die Unternehmen selbst durch eine nachhaltige Förderung zu unterstützen. Die Firma bietet Berufsausbildungen für Kinder aber auch Erwachsene an. 1)
  • G-Star unterstützt knapp 100 Projekte in den Herkunftsländern der G-Star Produkte (China, Indien, Bangladesch, Vietnam) zur Förderung der lokalen Communities, speziell für junge Menschen. Damit diese langfristig eine ökonomische Unabhängigkeit erreichen können).6)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

Fußnoten, Links und Quellen:

  1. Angaben der Firma gegenüber Earthlink e.V.
  2. G-Star, Sustainability, Manufacturing Map, abgerufen am 25.03.2022
  3. G-Star, Social Labour Guideline, abgerufen 25.03.2022
  4. G-Star, Sustainable Supply Chain Handbook, Version 2019/2020
  5. G-Star, Social Labour Guideline, abgerufen 25.03.2022
  6. GSRD Foundation, Mission und GSRD Foundation, Strategy, abgerufen am 25.03.2022

3 Gedanken zu „G-Star“

    1. nikoletta / EarthLink

      Hallo Boris,
      danke für Deine Anmerkung.
      So wie wir es verstehen, unterstützt das Unternehmen Jugendliche mit einer qualifizierten Ausbildung, um ihnen im Erwachsenenalter existenzsichernde Löhne zu ermöglichen. Dadurch kann verhindert werden, dass sich der Teufelskreis aus Armut, mangelnder Bildung und Kinderarbeit in die nächste Generation fortsetzt. Mit ausbeuterischer Kinderarbeit ist eine Berufsausbildung nicht vergleichbar.
      Dein earthlink-Team

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