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Ernstings Family

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Mode, Bekleidung, Textilien

Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Das Unternehmen hat auf unsere Nachfrage noch nicht geantwortet.1)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:
  • Ernstings Family ist Mitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI): „Der BSCI-Verhaltenskodex basiert auf den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Menschenrechtserklärung der UNO, den Konventionen der UNO über die Rechte von Kindern sowie über die Abschaffung jeglicher Form der Diskriminierung von Frauen, dem UN Global Compact, den OECD-Richtlinien für multinationale Unternehmen und anderen international anerkannten Abkommen.“2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

Die Firma nutzt nach eigenen Angaben folgende Siegel bzw. Zertifikate:
  • Die Umsetzung des Verhaltenskodex der BSCI , der auf den ILO-Kernarbeitsnormen und den UN-Kinderrechtskonventionen beruht, wird durch unabhängige Audits überprüft. Ein Verstoß gegen den Verhaltenskodex kann mit Ausschluss aus der BSCI-Mitgliedschaft bestraft werden.3)
  • Einige Organisationen, wie die Erklärung von Bern oder Oxfam sehen die BSCI-Mitgliedschaft jedoch nicht als Garant für verbindliche Kontrollmöglichkeiten an4)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Woher genau die Baumwolle in den Produkten des Unternehmens stammt, ist uns nicht bekannt. Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden.

  • Die Textilien des Unternehmens wurden (womöglich) in asiatischen Ländern wie Indien und Bangladesh oder (womöglich) in südafrikanischen Ländern wie Lesotho oder Swasiland produziert. Aus diesen Ländern wird immer wieder über Kinderarbeit bei der Textilproduktion berichtet.

  • In einem Bericht des Magazins Monitor vom 21.06.20125) werden Vorwürfe erhoben, dass Ernstings Family Ware des indischen Unternehmens KPR bezogen hat, das das Sumangali-Schema praktiziert. Dabei werden junge Frauen aus den umliegenden Dörfern rekrutiert und für drei Jahre an die Fabrik gebunden. Ihren Bonus bekommen sie erst nach Beendigung dieser Zeit ausgezahlt6) . Es wird angenommen, dass 10% der Arbeiter in der KPR-Textilfabrik unter 14 Jahre alt sind, 65% unter 18 Jahre7).

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Ernstings Family gibt an, dass man im August 2011 die letzte Bestellung bei KPR platziert hat. Hafenpapiere aus dem indischen Tuticorin zeigen aber, dass KPR Ende März 2012 Hosen und T-Shirts an Ernstings Family geliefert hat. Das Unternehmen rechtfertigte sich, dass die Lieferung bereits seit Sommer 2011 in Indien lagerte und zurückgestellt worden sei. Man sei von KPR wissentlich getäuscht worden8) . Ernstings Family habe sich nach Bekanntwerden über die kooperierenden OTTO Einkaufsbüros vor Ort mit dem Lieferanten in Verbindung gesetzt und einen kritischen Dialog aufgenommen. Eine sofortige Kündigung führe aus ihrer Sicht nicht zu einer nachweisbaren und konstruktiven Veränderung eines mangelhaften Zustandes. Eine Entschädigung für die Mitarbeiter von KPR ist nicht angedacht, Ernstings Family möchte in Zukunft die Kontrollinstanzen verbessern9) .

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Fußnoten, Links und Quellen:

  1. Unsere Anfrage per EMail an Marcello.Concilio@ernstings-family.com am 30.04.09 []
  2. Homepage von Ernstings Family []
  3. BSCI []
  4. Erklärung von Bern []
  5. Monitor-Sendung vom 21.06.2012 []
  6. terre des hommes – Sumangali Schema []
  7. SOMO-Studie: Maid in India []
  8. Monitor-Bericht vom 21.06.2012 []
  9. E-Mail Antwort vom 27.08.2012 []

2 Gedanken zu „Ernstings Family“

  1. Mein Enkel ist jetzt 15 Monate. Ich würde schon gerne das eine oder andere Teil bei Ernstings Family in Trittau kaufen. Nur möchte ich sicher sein, dass ich hier keine Kinderarbeit unterstütze. Dafür zahle ich auch gerne etwas mehr. Nur der Markt/die Kunden können verhindern, was verhindert werden muss. Unsere Auftraggeber in diesen Ländern müssen dafür sorgen, dass die Fabriken menschenfreundlich geführt werden. Es kann nicht angehen, dass wir die Menschen der ärmeren Nationen knebeln um noch billigere T-Shirts zu kaufen……. und zwar mehr als wir tatsächlich brauchen nur weil sie billig sind.

  2. unser kleines news paper team war entsetzt und ferwunder zugleich den immerhin behauptet Ernstings Family ein Familien Label zu sein aber leider arbeiten viele unternehmen mit Kinderarbeit das ist ein Problem und sollte unsere Meinung nach nicht existieren

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