Donna Karan

Donna Karan gehört zur Firma G-III Apparel Group

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Mode, Bekleidung, Textilien

Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:
  • Donna Karan gehört seit Ende 2016 zur G-III Apparel Group.
  • Diese legt in ihrem Code of Conduct fest: Der Einsatz von Kinderarbeit ist strengstens untersagt. Mitarbeiter der Lieferanten und Fabriken von G-III müssen das geltende gesetzliche Mindestalter überschritten haben – im Allgemeinen 16 Jahre – Es dürfen jedoch keine Personen unter 15 Jahren oder unter dem Alter für den Abschluss der Schulpflicht beschäftigt werden, je nachdem, welches Alter höher ist. Die Lieferanten und Fabriken müssen alle gesetzlichen Anforderungen für die Arbeit von autorisierten Minderjährigen einhalten, insbesondere diejenigen, die sich auf Arbeitszeiten, Löhne, Mindestausbildung, Art der Arbeit und Arbeitsbedingungen beziehen. Die Einrichtungen müssen eine ordnungsgemäße Dokumentation des Geburtsdatums jedes Arbeitnehmers führen. G-III unterstützt die Entwicklung rechtmäßiger, legitimer Ausbildungsprogramme am Arbeitsplatz.1)
  • So steht auch in der CSR Policy der G-III Group: Unsere Geschäftspartner dürfen keine Kinderarbeit einsetzen, wie sie von den Standards der Vereinten Nationen oder den nationalen Standards des Landes, in dem sie tätig sind, definiert ist, je nachdem, welche höher sind.2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

Die Firma nutzt nach eigenen Angaben folgende Siegel bzw. Zertifikate:
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

  • Um die Einhaltung zu überprüfen, muss der Arbeitgeber den G-III-Auditoren und -Vertretern freien Zugang zu allen Anlagengeländen, Arbeitnehmerinterviews und allen anderen Ressourcen gewähren, die zur Überprüfung der Einhaltung erforderlich sind. Die Fabriken müssen für die letzten 12 Monate ausreichend detaillierte Aufzeichnungen und Dokumente führen, um es G-III-Auditoren und -Vertretern zu ermöglichen, ihre Einhaltung dieses Verhaltenskodex zu überprüfen, und müssen diese Informationen ohne Fälschung oder Falschdarstellung offenlegen. G-III behält sich das Recht vor, Lieferanten, Fabriken und Lieferanten unangekündigt und ohne Vorankündigung zu auditieren.1)
  • Die Gewährleistung der Anbieterkonformität umfasst die folgenden Schlüsselkomponenten und die formelle Dokumentation dieser Aktivitäten:
  • a) Jährlicher Abschluss des G-III Business Partner Profile and Compliance Program
  • b) Regelmäßige Werksbesichtigung durch G-III incl. Berichterstattung, die sich speziell auf die Einhaltung dieser Standards bezieht
  • c) Alle Lieferantenbestellungen werden mit klar festgelegten Compliance-Anforderungen ausgestellt
  • d) Geplante und ungeplante Fabrikbesuche mit dem ausdrücklichen Zweck, die Einhaltung von Gesetzen, Sicherheit und Richtlinien zu ermitteln
  • e) Regelmäßige Rezertifizierung aller Einrichtungen durch autorisiertes Qualitätskontrollpersonal
  • f) Jährliche Rezertifizierung dieser Betriebsrichtlinien an alle aktiven Geschäftspartner2)
  • Es finden regelmäßige Kontrollen durch G-III, jedoch nicht durch außenstehende Dritte statt

 

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Donna Karan stand im Jahr 2000 (16 Jahre bevor es zur G-III Apparel Group gehörte) in Verdacht, ihre Produkte unter missbräuchlichen Bedingungen herstellen zu lassen.3)
  • In den vergangenen Jahren gab es keine Vorwürfe diesbezüglich.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

Das Unternehmen gab damals folgendes Statement ab: „Wir halten die Behauptungen gegen das Unternehmen für unbegründet und werden uns energisch dagegen wehren. Wir glauben nicht, dass wir für die Geschäftspraktiken eines anderen Unternehmens verantwortlich gemacht werden sollten, über die wir keine Kontrolle haben, insbesondere wenn wir davon ausgehen, dass die Arbeitnehmer von einer Gewerkschaft vertreten werden.“3)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Fußnoten, Links und Quellen:

  1. GIII, Vendor Code of Conduct, aufgerufen am 01.03.2022
  2. G-III, CSR-Policy, aufgerufen am 01.03.2022
  3. CNN.com:Garment workers file suit against Donna Karan, 07.06.2000

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.