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De Beers

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Bodenschätze, Edelsteine, Edelmetalle, Kohle

Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:
  • Die offizielle Unternehmenspolitik von De Beers spricht sich gegen Kinderarbeit aus und stellt nach eigener Aussage nur Arbeiter ein, die älter als 16 Jahre sind.1)
  • Dem Käufer verspricht De Beers: „Every diamond in De Beers Diamond Jewellery is conflict-free and child labour free“.2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

Die Firma nutzt nach eigenen Angaben folgende Siegel bzw. Zertifikate:
  • De Beers ist Mitglied verschiedener Komitees und Organisationen, die sich gegen den Handel von Blutdiamanten und/oder Kinderarbeit einsetzen.
  • Council for Responsible Jewellery Practices (CRJP)
  • Extractive Industries Transparency Initiative (EITI)
  • Kimberley Process (Zertifikat-System, das jeden Edelstein vom Fund bis zum Verkauf dokumentiert.Die Einhaltung wurde durch eine unabhängige Kommission überprüft und für positiv befunden)
  • BPP Assurance Programm (hat bestätigt, dass bei De Beers im Jahr 2007 keine Kinder beschäftigt waren)3)
  • Zu beachten ist dabei jedoch, dass der Handel mit Diamanten sehr undurchsichtig und nur schwer zu bewerten ist.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In den 90ern soll De Beers Diamanten aus Minen in Angola aufgekauft haben. In vielen Minen in Angola waren auch Kinder beschäftigt4)
  • In der Vergangenheit gab es den Vorwurf an De Beers Blutdiamanten gekauft zu haben und dadurch Bürgerkriege in Afrika (insbesondere Sierra Leone und Angola) unterstützt zu haben5) An diesen Kriegen waren auch Kindersoldaten beteiligt
  • Experten gehen davon aus, dass das Problem der Blutdiamanten noch nicht gelöst wurde6)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • De Beers hat sich nach den Vorwürfen aus dem Geschäft mit Krisenregionen wie Angola und Sierra Leone zurückgezogen und unterstützt seitdem offiziell die Richtlinien der UN (beinhaltet ein Verbot des Exports von Edelsteine aus Angola und Sierra Leone)7)
  • Uns ist nicht bekannt ob De Beers Maßnahmen ergriffen hat die Geschädigten zu entschädigen.
  • Soziales Engagement

    Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

    • Hierzu liegen uns keine aussagekräftigen Informationen vor.

    Bemerkenswertes

    Fußnoten, Links und Quellen:

    1. De Beers: „Living up to diamonds – Report to Society 2007“ – nicht mehr aufrufbar 19.2.15 []
    2. De Beers []
    3. De Beers: „Living up to diamonds – Report to Society 2007“ Link nicht mehr abrufbar – 01.10.2014 []
    4. Produkteseite „Diamanten : Edelsteine“ []
    5. Bund demokratischer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen []
    6. Wikipedia []
    7. Bund demokratischer Wissenschftlerinnen und Wissenschaftler []

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