Chanel

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Mode, Bekleidung, Textilien - Lifestyle
Auf unsere erste Kontaktaufnahme am 14.07.2012 per EMail an , haben wir noch keine Antwort erhalten.

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Chanel betont seinen Status als privates Unternehmen, das ausschließlich seine Designer und Produkte in der Öffentlichkeit kommuniziert. Themen, die das Unternehmen selbst betreffen werden normalerweise nicht öffentlich gemacht2)
  • Chanel hat keinen eigenen Code of Conduct, in dem es sich explizit gegen Kinderarbeit ausspricht. Jedoch richten sich alle Verträge Chanels nach geltendem Arbeitsrecht, gemäß den ILO-Konventionen. Von den Zulieferern wird erwartet, dass sie sich ebenfalls an diese Regelungen halten2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Die Zulieferer werden nach eigenen Angaben regelmäßig kontrolliert, dabei wird der Kinderarbeit besondere Sorgfalt gewidmet.
  • Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.
  • Woher genau die Baumwolle in den Produkten des Unternehmens stammt, ist uns nicht bekannt. Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden.
  • Die Textilien des Unternehmens wurden (womöglich) in asiatischen Ländern wie Indien und Bangladesh oder (womöglich) in südafrikanischen Ländern wie Lesotho oder Swasiland produziert. Aus diesen Ländern wird immer wieder über Kinderarbeit bei der Textilproduktion berichtet.
  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Chanel ist Partner der NGO „L’Homme et l’Environnement“ in Madagaskar. Zusammen arbeiten sie an wirtschaftlichen Entwicklungsprogrammen für die lokale Bevölkerung.
  • Die Marke finanziert in Ladakh das Projekt „Women and Child Health“ mit dem Ziel die Gesundheit von Frauen und Kindern durch Hygiene- und Ernährungsschulungen zu verbessern2)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Links und Quellen

  1. EMail von Chanel an EarthLink vom 31.08.2012 []
  2. EMail von Chanel an EarthLink vom 31.08.2012 [] [] []

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