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Burberry

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Mode, Bekleidung, Textilien
Auf unsere Anfragen seit 14.08.2012 haben wir noch keine Antwort erhalten.


Produkte und Produktionsorte

Welche Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe sind in Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit besonders zu betrachten?

  • Die Hauptrohstoffe, die verwendet werden, sind Baumwolle, Leder und Cashmere.

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Im Laufe des Jahres 2021 hat das Unternehmen neue Ziele in seinen Rohstofflieferketten eingeführt, um sein Engagement in verantwortungsvoller Beschaffung zu stärken. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich Burberry folgende Ziele gesetzt:

  • Burberry möchte bis 2025 sicherstellen, dass alle Schlüsselmaterialien zu 100 % rückverfolgbar sind, unterstützt durch den Einsatz zertifizierter Materialien, bei denen das Herkunftsland verifiziert und offengelegt wird. Diese Rückverfolgbarkeit soll bis auf ein Minimum auf Länderebene für wichtige Rohstoffe erreicht werden.
  • Bis 2025 möchte Burberry nur noch zu 100 % zertifizierte Bio-Baumwolle verwenden, die ökologischen und sozialen Standards entspricht.
  • Bis 2022 soll 100 % des Leders aus zertifizierten Gerbereien mit ökologischen Rückverfolgbarkeits- und Social-Compliance-Zertifikaten stammen.1)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

Die Firma ist nach eigenen Angaben Mitglied bei bzw. unterstützt:
  • Burberry hat einen Code of Conduct, der für die gesamte Prduktionskette gilt. Dieser basiert auf den ILO-Konventionen. Hierzu gehört das generelle Verbot der Kinderarbeit. Kinder zwischen 16 und 18 Jahren dürfen keine gefährlichen Arbeiten verrichten, bzw. Nachschichten ableisten.2)3).

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Bevor ein neuer Lieferant genehmigt wird, gibt es ein Risikobewertung bezüglich Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft oder Menschenhandel. Wenn während dieser Gefährdungsbeurteilung ein Personal- oder geografisches Standortrisiko identifiziert wird, wird eine vollständige Prüfung durchgeführt, bevor eine Entscheidung über die Zulassung getroffen wird.1)
  • Interne Kontrollen werden durch das Burberry Ethical Trading Team vorgenommen.
  • Geschäftspartner müssen jeden schwerwiegenden Verstoß gegen die ethischen Richtlinien unverzüglich melden und einen Zeitplan für Korrekturmaßnahmen liefern.
  • Bei anhaltenden schwerwiegenden Verstößen gegen den Verhaltenskodex für ethischen Handel erwägt Burberry die Beendigung der Geschäftsbeziehung.3).

Welche Siegel bzw. Zertifikate nutzt die Firma (auch nach eigenen Angaben)?

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es bedarf nach unserer Kenntnis keiner Reaktion, da uns keine konkreten Vorwürfe bekannt sind.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Burberry bemüht sich sehr, alle 17 SDG-Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 zu erreichen. Entsprechend engagiert das Unternehmen sich weltweit in vielen Projekten bzw. hat es seine Unternehmenspolitik entsprechend ausgerichtet.4)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus?

  • Burberry schloss 2007 einen Standort im walisischen Treorchy und verlagerte die Produktion nach China. Eine Kampagne, der sich mehrere englische Prominente anschlossen, forderte daraufhin von Burberry, nachzuweisen, dass die walisischen Arbeitsplätze nicht durch Kinderarbeit ersetzt werden. 5) . Trotz der Proteste wurden die Arbeitsplätze nach China verlagert 6) und Burberry verlor auch nicht, wie gefordert, seinen Status als königlicher Hoflieferant.
  • Das Unternehmen möchte bis 2025 seine Nylonprodukte aus 100 % zertifiziertem recyceltem Nylon und recyceltem Polyester produzieren und  nur noch zu 100 % zertifizierte Wolle verwenden..1)

Fußnoten, Links und Quellen:

  1. 2020/21 Burberry Group PLC Statement
  2. Burberry Child labour and young worker policy, abgerufen am 20.12.21
  3. Burberry Code of Conduct, Abgerufen am 20.12.21
  4. Burbery, Strategic Report, Environment, Social and Governance, abgerufen am 20.12.21
  5. BBC news – Burberry royal status under fire
  6. The Guardian – The hypocrisy of Burberry’s ‚Made in Britain‘ appeal (16. Juli 2012, Englisch

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