Bridgestone

Zu Bridgestone gehören die Marken / Firmen:
Firestone

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Unsere Branchenzuordnung:
Reifen, Gummi

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Produziert wird auf der gesamten Welt.1)
  • Der Rohstoff aus dem Naturkautschuk hergestellt wird (bspw. für Latex) kommt aus Liberia.2)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Bridgestone erklärt, dass Kinder- und Zwangsarbeit in jedem Land verboten sei. Ob Vorbeugungs- und Gegenmaßnahmen ergriffen werden, bleibt jedoch unklar.
  • Die Firestone Natural Rubber Company, die Latex in Liberia erntet, hat festgelegt niemanden unter 18 Jahren einzustellen.4)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Zu internen oder externen Kontrollen konnten keine Informationen gefunden werden. (Warten auf Antwort des Unternehmens)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Im November 2005 haben 12 Arbeiter und 23 Kinder aus Liberia zusammen mit dem International Labour Rights Forum (ILRF) Klage am kalifornischen Gerichtshof eingereicht. Die Vorwürfe in der Anklageschrift sind umfangreich und richten sich direkt gegen die Firestone Natural Rubber Company.4) Für die Zustände in Liberia „gewann“ Bridgestone 2007 den Negativpreis Public Eye Global Award, welcher die Lage vor Ort wie folgt konstatiert: „Auf der Bridgestone Gummiplantage in Liberia herrschen Sklaverei ähnliche Zustände. Die Arbeiterfamilien leben in heruntergekommenen Lehmhütten und sind gezwungen, ihre Kinder bei der gefährlichen und harten Arbeit auf den Plantagen einzuspannen. Erwachsene und Kinder kommen bei der Gummigewinnung täglich mit giftigen Chemikalien in Kontakt. Stark beeinträchtigt werden ihre Gesundheit und Lebensgrundlagen auch durch die Abwässer der Bridgestone Gummiverarbeitungsanlage. Der nahegelegene Fluss ist dermassen verschmutzt, dass nur eine Fischart überlebt hat. Bridgestone beutet Liberias natürliche Ressourcen und seine Bevölkerung gnadenlos aus. Die Rohstoffe werden ausser Landes gebracht, um dort veredelt zu werden, wodurch Liberia zudem die Möglichkeit zur Wertschöpfung entzogen wird.“ 5)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Firestone weist die Anschuldigungen zurück. //“Die Vorwürfe des ILRF sind unverschämt. Sie sind schlicht nicht mit Fakten zu belegen. Es wird mehr auf Schlagzeilen spekuliert als auf Gerechtigkeit abgezielt“//, so das Unternehmen in einer Stellungnahme bei FrontPageAfrica.
  • Weiterhin wird betont, dass niemand unter 18 Jahren zur Plantagenarbeit eingestellt wird und auch die Eltern ihre Kinder nicht zur Arbeit mitbringen dürfen.4)
  • Zudem seien die Arbeiter und Arbeiterinnen gewerkschaftlich organisiert.
  • Die Regierung von Liberia und Firestone schlossen nach Bekanntwerden der Vorwürfe ein Abkommen. Diesem zu Folge liege der Fokus des Unternehmens im Wiederaufbau der Anlagen und der Unterstützung des Landes nach 14 Jahren Bürgerkrieg, so Dan Adomitis, Präsident der Firestone Natural Rubber Company. Auch sollten medizinische Versorgung und Unterkünfte für die Arbeiter ausgebaut werden. Nach eigenen Angaben unterhält Firestone derzeit in Liberia 23 Schulen für 15.000 Kinder der Angestellten. Weitere sollen gebaut werden.6)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Hier zu liegen uns keine aussagekräftigen Informationen vor.

18/05/2007 23/11

 

  1. Bridgestone-Firestone []
  2. Firestone Natural Rubber Company []
  3. Bridgestone-Firestone []
  4. International Labor Rights Forum (November 2005) [] [] []
  5. Nominierung der Bridgestone Corporation für den Public Eye Gobal Award – nicht mehr verfügbar []
  6. http://www.bridgestone-firestone.com/news/news_index.asp?id=2008/080222c []

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