Fortschritte in der Handwerksbranche

Bild: © n.v. - Wikimedia Commons

Endlich ein Fortschritt in der Handwerksbranche: Am 2.November haben zehn HandwerkerInnen in Düsseldorf den Verein „Handwerk in Verantwortung“ gegründet. Die Mitglieder vereint die Übernahme der Verantwortung für ökologisches und soziales Handeln. Die Ziele des Vereins betreffen die gesamte Wertschöpfung der Produkte, ebenso wie den Umgang mit Kunden und den Erhalt der Handwerkskultur.1)

Die Unternehmen, die sich unter dem Siegel versammeln, folgen dem Leitprinzip der nachhaltigen Entwicklung. Sie wollen keinen Beitrag zur Zerstörung der Umwelt und zu Menschenrechtsverletzungen leisten. Es sollen keine Produkte aus sozial fragwürdiger Herstellung verkauft oder verwendet werden. Die Unternehmen verpflichten sich, alle Produkteigenschaften, die Lieferkette und die Herkunft aller Stoffe offenzulegen. Auch verpflichten sich die Betriebe der Weitergabe von Wissen. Sie klären Auszubildende über faire Produktionsweisen auf.2)

Anstoß für die Vereinsgründung war für den Steinmetz Timothy C. Vincent die Beobachtung, dass immer mehr Steinmetze Produkte aus sozial und ökologisch problematischen Verhältnissen bearbeiteten und weiterverkauften. Zudem hätten diese seriell gefertigten Steine aus aller Welt immer weniger mit Handwerk zu tun. Timothy Vincent meint: „Es geht um viel: Wenn Steinmetze nur noch Importsteine verkaufen und selbst nicht mehr handwerklich arbeiten, dann können sie auch nicht mehr gut ausbilden. Wenn wir nicht mehr gut ausbilden können, verliert unser Handwerk seine Identität und sein Können. Das ist auch schlecht für uns alle. Wir müssen das Prinzip Handwerk und die Regionalität stärken. Regionalität bedeutet, dass wir uns im Raum wiedererkennen, auch wenn es um Produkte und Werkstoffe geht. Die sollen unserer Ansicht nach möglichst auch aus der Region stammen. Wenn HandwerkerInnen Industrieprodukte verkaufen, die nichts mehr mit Handwerk zu tun haben, dann fördern sie das Konsumdiktat, die Wegwerfmentalität und eine Ort- und Zeitlosigkeit, die die Beliebigkeit fördert und alles entwertet.“1)

Experten meinen, es gäbe dennoch keine großflächige Bewegung in der Handwerksbranche. Vielen sei es egal, womit sie ihr Geld verdienten. Auch für einen noch so kleinen zusätzlichen Eigennutzen würden menschenunwürdige Bedingungen in Drittwelt-Ländern in Kauf genommen werden.1)

  1. n21.press: handwerk-übernimmt-verantwortung – Zuletzt aufgerufen am 27.11.15 [] [] []
  2. Handwerk-mit-verantwortung.de: Leitprinzipen (PDF) – Zuletzt aufgerufen am 27.11.15 []

Über N. / earthlink

Hallo, ich hoffe meinen kleinen Beitrag zur Veränderung der Welt beisteuern zu können. Ich liebe kleine Marienkäferchen über alles :)
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