Fast 60 Millionen Kinder weltweit sind auf humanitäre Hilfe angewiesen

Bild: © n.v. -

Krisen im Irak, in Afghanistan, in der Ukraine und im Nahen Osten:
Nie waren so viele Kinder von Katastrophen betroffen und damit auf die Hilfe internationaler Organisationen angewiesen, laut Unicef-Angaben 59 Millionen Kinder weltweit.1)
Zunehmend geraten die Helfer in den Krisenregionen aber selbst zwischen die Fronten, beklagt das UN-Kinderhilfswerk. 2013 gestaltete sich die Situation besonders dramatisch: Weltweit waren 155 tote Helfer zu beklagen, alleine in Afghanistan wurden 81 getötet.
Gefährlich ist die Situation auch im Südsudan, im Gazastreifen und Pakistan.2)

Die menschenrechtliche Situation im Nordirak bietet derzeit besonderen Anlass zur Sorge. Gewaltaktionen der bewaffneten Kämpfer richteten sich gegen Minderheiten, vor allem gegen die yezidische. Tötungen, Verschleppungen und sexueller Mißbrauch von Frauen und Kindern seien hier an der Tagesordnung. Nahezu jeder Befragte wisse von mindestens einer Schandtat zu berichten, die er selbst erlitten oder in seinem unmittelbaren Umfeld erlebt habe, so Ibrahim Sesay von UNICEF.3)

Die Hilfe der UNICEF richtet sich vor allem an Flüchtlingskinder. Die Versorgung durch Lebensmittel und Medikamente wird sichergestellt, außerdem werden Notschulen errichtet. Die Organisation schätzt den finanziellen Bedarf an globalen, humanitären Mitteln auf 13 Mrd. Euro. Ein neuer, tauriger Rekordwert.4)

  1. DLF: Krisenherde: So viele Noteinsätze wie noch nie, aufgerufen am 21.08.2014. []
  2. Unicef Press Centre: Protect those who work to protect children and their families, aufgerufen 21.08.2014.  []
  3. Horrifying accounts of child rights violations emerge from survivors of violence in north-western Iraq, aufgerufen am 21.08.2014. []
  4. SRF.CH: Kinder in Not – Unicef schlägt Alarm, aufgerufen am 21.08.2014. []

Über Philipp Albrecht / earthlink

Student der Politikwissenschaft, Praktikant bei Earthlink.
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