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Experten erwarten Flüchtlingsstrom nach Deutschland

aktiv gegen kinderarbeit |  Bild:  © earthlink e.v.

aktiv gegen kinderarbeit | Bild: © earthlink e.v.

Immer mehr minderjähriger Flüchtlinge, die oftmals unbegleitet aus ihren Herkunftsländern fliehen, kommen nach Deutschland. Krieg, Zwangsheiraten oder Rekrutierungen als Kindersoldaten veranlassen die Kinder, zu flüchten.1)

Die Jugendämter in Deutschland haben vergangenes Jahr weitaus mehr jugendliche Flüchtlinge aufgenommen als es noch 2012 der Fall war. Summa summarum sollen laut Statistischem Bundesamt 6.584 Kinder und Teenager betroffen sein, also in etwa 1.800 mehr als im vorigen Jahr. In der Zeitspanne zwischen 2008 und 2013 sei die Anzahl unbegleiteter Jugendliche, die über die Grenze nach Deutschland kamen, um das Sechsfache gestiegen. Unter ihnen ist der Großteil der Flüchtenden mit 89 Prozent männlich. Insgesamt seien 5.900 Jungen und 700 Mädchen nach Deutschland geflohen, wobei die meisten zwischen 16 und 17 Jahren alt sind.1) „Ich will nicht von einer Welle sprechen. Wir stehen vor einem Tsunami“, betonte Jörg Radek, der Chef der Gruppe Bundespolizei in der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Die treibende Kraft sei der Bürgerkrieg in Syrien, aber er verdeutlichte: „Wir haben jetzt auch steigende Anteile aus den afrikanischen Regionen Sudan und Eritrea“.2) Des Weiteren sprach er sich gegen die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union aus. „Man kann nicht ärmeren Ländern wie Portugal, Griechenland, Spanien und Italien die Aufgabe überlassen, Deutschland, Belgien und Dänemark abzuschotten. Sie sind organisatorisch nicht vorbereitet und mussten bereits viele aufnehmen.“ Aber auch die Situation in Deutschland sieht nicht besser aus. Spanien leitet zahlreiche Immigranten in die Bundesrepublik weiter. „Deutschland ist selbst nicht vorbereitet“, erklärte Radek. Auch die Bundespolizei, die ihren Dienst auch an den Grenzen verrichtet, sei mittlerweile mehr als überlastet. Deutschland muss sich auf eine humanitäre Herausforderung vorbereiten. „Oftmals kommen Großfamilien. Dafür gibt es nicht genug Aufenthaltsmöglichkeiten.“3)  Sindy Hoppe vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gab zu verstehen, dass den Kindern des Öfteren Zwangsheiraten oder Rekrutierungen zu Kindersoldaten drohen. Die meisten Jugendlichen kommen aus Somalia, Syrien, Afghanistan, Ägypten und Eritrea.4)

  1. faz. fluechtlinge deutschland. Erschienen am 25.07.2014. aufgerufen am 30.07.2014 [] []
  2. waz. zahl der fluechtlinge steigt. erschienen am 30.07.2014. aufgerufen am 30.07.2014 []
  3. derwesten. fluechtlinge nach deutschland. erschienen am 29.07.2014. aufgerufen am 30.07.2014 []
  4. faz. fluechtlinge deutschland. Erschienen am 25.07.2014. aufgerufen am 30.07.2014 []
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