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Indien: Ein Hinweis rettet zwei Kinder!

 |  Bild: © n.v.

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Mithilfe eines Tipps der Kindernotrufstelle konnte die indische Arbeitsbehörde vergangene Woche zwei Kinderarbeiter aus einem Hotel und einem dazugehörigem Teegeschäft retten. Die Behörde meldete einen Verstoß gegen das Verbot von Kinderarbeit von Seiten des Hotelbesitzers.

Wenige Tage zuvor erhielt die Notrufzentrale den anonymen Hinweis, dass ein Kind in einem Hotel der Ramganj-Region arbeite und anscheinend nicht zur Schule gehe. „Wir informierten die Arbeitsbehörde sowie die Polizei in Ramganj und forderten sie auf, entsprechende Schritte dagegen einzuleiten“, so Rameshwar Prajapati, Leiter der Notrufstelle.

Ein Team der Behörden stürmte das Hotel und konnte den Jungen retten. „Wir fanden [ihn] im „Choudhary Hotel“ und einen anderen im „Gujarati Teegeschäft“. Beide waren zwischen sieben und zehn Jahre alt“, erklärte der Aufseher des Einsatzes, Asif Ali. Er bestätigte, dass die Fälle bereits registriert wurden und eine Anzeige gegen den Besitzer erstattet wurde.

Die Behörde verständigte außerdem die Eltern der Jungen, forderte sie vehement auf, ihre Kinder von der Arbeit abzuhalten und sie stattdessen zur Schule zu schicken.

Nach dem Fund der beiden Jungen entschloss man sich, weitere Hotels und Geschäfte in der Region nach Kinderarbeitern zu durchkämmen. „Zwar weigerten sich die Besitzer, aber damit ließ sich handhaben.“ Weitere Fälle wurden nicht gemeldet.1)

Tatsächlich sollten bereits im Jahr zuvor alle Hotels der Region nach Kinderarbeit überprüft werden – geschehen ist allerdings nichts. National, aber auch international, wird der Kinderarbeit im Tourismus zu wenig Bedeutung beigemessen. Die Tourismusbranche zählt zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweigen der Welt und bietet über 100 Millionen Menschen auf der ganzen Welt Arbeitsplätze. Dabei sind 10 bis 15 Prozent dieser Menschen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, so die ILO. Das sind etwa 13 bis 19 Millionen junge Menschen – etwa gleich viel wie die Bevölkerung der Schweiz und Österreich zusammen. Abhängig von Land und Kultur werden eher Mädchen oder Jungen angestellt. Besonders in Indien sind im Gastgewerbe wie beispielsweise in Hotels hauptsächlich Jungen vertreten. Nicht immer folgt die Kinderarbeit dabei demselben Schema. Oft helfen sie im familieneigenen Restaurant, Geschäft oder Hotel aus. Nicht überall erhalten sie gleich viel Geld oder haben dieselben Arbeitszeiten. Doch insgesamt lässt sich nicht leugnen, dass all diese Einzelfälle zu Kinderarbeit zählen und einen beachtlichen Teil der Arbeit ausmachen, die im Tourismus geleistet wird.2)

  1. Times of India, 28.03.14: Two childlabourers rescued from hotels in Ajmer – aufgerufen am 02.04.14 []
  2. Bildungsmappe KINDERARBEIT am Beispiel Tourismus: Arbeitsblatt 4 – Kinderarbeit im Tourismus []
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