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Libanon: Ab 2016 frei von ausbeuterischer Kinderarbeit?

Libanon |  Bild: © kein Copyright - Wikimedia Commons

Libanon | Bild: © kein Copyright - Wikimedia Commons

Michel Sulaiman, der gegenwärtige Staatspräsident des Libanon, hat angekündigt, das Land bis zum Jahr 2016 von den schwersten Formen ausbeuterischer Kinderarbeit befreien zu wollen. Darunter fällt die Einbindung von Kindern in Zwangsarbeit und Arbeit mit toxischen Materialien, sexuelle Ausbeutung und Kinderhandel sowie die Rekrutierung von Kindersoldaten. Den Schlüssel zum Erfolg sieht Sulaiman in der Bekämpfung von Armut und dem Ausbau sozialstaatlicher Programme. Kinderarbeit fasst er als tief verwurzeltes gesamtgesellschaftliches Problem auf, das sich aus (sicherheits-)politischen, sozialen, erzieherischen und ökonomischen Faktoren zusammensetzt. Um sein durchaus ambitioniertes Ziel zu erreichen, wurde nun ein nationaler Aktionsplan vorgelegt, der mit Geldern in Höhe von 23 Millionen US-Dollar finanziert werden soll. Unter Schirmherrschaft des Arbeitsministeriums war der „Fahrplan“ vom Nationalen Ausschuss gegen Kinderarbeit, unter Mitarbeit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), erarbeitet worden. Laut Suleiman soll der Plan strikt durchgesetzt werden und auf der Zusammenarbeit verschiedener Ministerien sowie zivilgesellschaftlicher Organisationen beruhen. Das Hauptaugenmerk soll vorerst auf der Sozialpolitik liegen. Dementsprechend appellierte Sulaiman an das libanesische Parlament, die Verabschiedung zahlreicher Sozialgesetze zu beschleunigen, die bisher noch „in der Schublade ruhen“. Unter anderem seien Gesetze zu Lohnpolitik, häuslicher Gewalt, Ruhestand, Altenpflege, Sozial-, Kranken- und freiwilligen Versicherungen erarbeitet worden sowie Rechte zur Stärkung von Frauen, Hausangestellten und Menschen mit Behinderung.

Die Bekämpfung ausbeuterischer Kinderarbeit war auf die nationale Agenda geraten, weil sie sich in den letzten Jahren zu einem offensichtlichen und nicht mehr ignorierbaren Problem entwickelt hatte. Aufgrund der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage und der massenhaften Aufnahme von geflohenen Frauen und Kindern im Zuge des Konflikts im benachbarten Syrien, war die Zahl von Kinderarbeitern enorm angestiegen.1) Mehr zu diesem Thema lesen Sie hier.

  1. DailyStar: Sleiman: Fight child labor by tackling poverty – aufgerufen am 08.11.2013 []
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