Wanderausstellung zu Kinderarbeit in Dortmund eröffnet

 |  Bild: © Public Domain - Wikimedia Commons

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Zurzeit kann in Dortmund eine Wanderausstellung zum Thema Kinderarbeit besucht werden. Sie wurde vom nordrhein-westfälischen Ministerium für  Arbeit, Integration und Soziales in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Faire Metropole Ruhr organisiert.1)

Bereits am 04. März 2013 wurde sie von Guntram Schneider, Arbeits- und Sozialminister Nordrhein-Westfalens, eröffnet. Auch Dortmunds Oberbürgermeister Ulrich Sierau war zugegen. Ziel der Ausstellung ist es, die Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam zu machen. Insbesondere die VerbraucherInnen sollen informiert und sensibilisiert werden.2)

„Wir wollen damit auf den unglaublichen Skandal aufmerksam machen, dass weltweit mehr als 100 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren unter unvorstellbaren und ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen. Das heißt täglich 12 bis 15 Stunden im Steinbruch, in der Fabrik oder einer Näherei für einen Lohn, der zum Leben nicht reicht“, führte Schneider aus. Des Weiteren appellierte er an die VerbraucherInnen, durch ihr Konsumverhalten ihren Beitrag im Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit zu leisten. So meint er: „Achten Sie beim Kauf auf unabhängige Güte-siegel, die garantieren, dass ein Produkt ohne Kinderarbeit hergestellt worden ist. Oder fragen Sie beim Kauf ganz einfach danach!“ Zugleich machte er Werbung für generell faire Arbeit. Diese komme nämlich „auch den Beschäftigten bei uns zugute. Denn Dumpinglöhne in anderen Ländern ziehen auch bei uns die Löhne nach unten und üben einen ungeheuren Konkurrenzdruck gerade auch auf die Unternehmen aus, die ihren Beschäftigten für gute Arbeit gutes Geld zahlen wollen.“2)

Bereits im Jahr 2011 hatte Schneider, gemeinsam mit nordrhein-westfälischen Sozialpartnern, die „Gemeinsame Erklärung gegen schlimmste Formen von Kinderarbeit“ unterschrieben. Darin setzen sich die Unterzeichner für das Nicht-Verwenden von Produkten aus Kinderhand, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und die Kooperation mit Initiativen gegen Kinderarbeit ein. Ebenso wurde 2012 mit dem Tariftreuegesetz verboten, öffentliche Aufträge an Firmen, welche Produkte aus Kinderarbeit einsetzen, zu vergeben.2)

Die Ausstellung ist noch bis zum 15. März 2013 im mondo mio! Kindermuseum in Dortmund zu besuchen, bevor sie vom 19. März bis zum 06. April in Herne bzw. vom 29. April bis zum 17. März in Essen gastiert. Insgesamt waren namhafte Initiativen wie UNICEF, Misereor, Fairtrade Deutschland oder das Kindermissionswerk beteiligt.3)

  1. Dortmund/NRW: Wanderausstellung gegen Kinderarbeit – Kindernothilfe – aufgerufen am 05.03.2013 []
  2. Kinderarbeit: Minister Schneider eröffnet Ausstellung – Stadt Dortmund – nicht mehr verfügbar [] [] []
  3. Wanderausstellung gegen Kinderarbeit – Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen– aufgerufen am 05.03.2013 []

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