Von Kindern für Kinder: Lässt das Unternehmen der Middletons Party-Utensilien aus Kinderhand herstellen?

Es war die größte Feier seit vielen Jahren für Großbritannien. 2011 kam es zur lang herbeigesehnten Hochzeit, und Kate Middleton wurde, nachdem sie sich mit Prinz William vermählt hatte, zu Prinzessin Catherine, Duchess of Cambridge. Was viele nicht wussten: Auch zuvor hatten Feiern bereits eine große Rolle in ihrem Leben gespielt, arbeitete sie doch – wie ihre Schwester Pippa und ihr Bruder James – lange Zeit für das Unternehmen „Party Pieces1), ein Party-Versand, welcher von ihrer Mutter Carol gegründet wurde.2)

Mittlerweile ist Party Pieces ein stattliches Familienunternehmen, welches Kindergeburtstage, Hochzeiten und andere Feten mit Papptellern, Wimpeln und weiteren Utensilien versorgt. Besonders beliebt sind die sogenannten Piñatas, bunte, mit Süßigkeiten gefüllte Pappfiguren. Nun stellt sich jedoch offenbar heraus: Diese Piñatas werden teilweise von Kindern hergestellt!

So berichtet die „Daily Mail“ von einer Familie aus den Slums von Tijuana, einer Millionenstadt im Nordwesten Mexikos, in welcher die fünfjährige Tochter – Stephanie – bei der Herstellung helfen muss. Anders wäre ihre Mutter Monica nicht in der Lage, eine festgelegte Produktionszahl zu erreichen. Diese Zahl hängt von der Größe und der Ausstattung der Piñatas ab.3)

Insgesamt arbeitet Stephanies Mutter 70 Stunden in der Woche – der Lohn dafür ist jedoch kärglich: Teilweise verdient sie umgerechnet weniger als 15 Cent pro Stunde! Der stündliche Mindestlohn liegt in Mexiko bei umgerechnet ca. 56 Cent4) „Wir sind nichts als Sklaven!“, klagt Monica. „Es ist so unfair! So viel Arbeit, und so wenig Geld!“

Beschäftigt werden sie vermutlich von Javier Perez Quintero, genannt der „König der Piñatas“, welcher angibt, nahezu die gesamte Piñata-Industrie in Tijuana zu kontrollieren. Auf die Frage, ob er wisse, dass manche seiner Waren von „Party Pieces“ verkauft werden, meint er lapidar: „Ich habe viele wichtige Kunden auf der Welt.“3)

Inwiefern sich die Vorwürfe bestätigen, wird sich zeigen müssen. Ein Sprecher von Party Pieces erklärte, man nehme die Anschuldigungen sehr ernst und untersuche diese genau.5)

  1. Die Firma der Mutter der Frau des Königs in spe – Tagesspiegel – aufgerufen am 27. Februar 2013 []
  2. About us – Party Pieces – Englisch – aufgerufen am 27. Februar 2013 []
  3. The ghetto families on 10p an hour making party gifts for Kate’s mum’s £30million business empire – Daily Mail – Englisch – aufgerufen am 27. Februar 2013 [] []
  4. Middletons investigate claims party pieces are made by workers on 10 pence an hour – Telegraph – Englisch – aufgerufen am 27. Februar 2013 []
  5. Middleton-Party-Business – Produktion in den Slums! – OK Magazin – aufgerufen am 27. Februar 2013 []
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