Deutschland unterstützt UNICEF bei der Hilfe für Kindersoldaten

Bild: © Pierre Holtz / UNICEF CAR [CC BY-SA 2.0] - Flickr

Deutschland stellt dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, 1 Million Euro zum Schutz und zur Rehabilitation von  Kindersoldaten in der Demokratischen Republik Kongo, im Südsudan, in Uganda und in der Zentralafrikanischen Republik zur Verfügung.

Ca. 120.000 Kindersoldaten  werden in Afrika, vor allem in  West- und Zentral-Afrika  rekrutiert1) . Seit Jahrzehnten kämpfen in dieser Region verschiedene bewaffnete Gruppen um Macht und einen Zugang zu den Rohstoffen. „Kinder sind gute Kämpfer. Sie denken, alles sei nur ein Spiel. Deshalb haben sie keine Angst”, erklärt einer der Rebellenführer aus der Demokratischen Republik Kongo2). Die Mehrheit der afrikanischen Kindersoldaten ist zwischen 14 und 18 Jahre alt, aber in manchen Konflikten müssen sogar sieben- und  achtjährige Kinder kämpfen3).  Der direkte Kampfeinsatz, das Dienen und Arbeiten als Bote, Wächter, Koch, Lastenträger, Spion, Minensucher, Funker oder auch Ausbilder und Truppenführer für andere minderjährige Soldaten, zählen zu ihren Aufgaben. Einige Kinder sind zwangsrekrutiert, andere melden sich freiwillig. Extreme Armut, der Tod der eigenen Familie, die Zerstörung des Dorfes sowie die Hoffnung auf Sicherheit und Versorgung sind Faktoren, warum sich Kinder bewaffneten Gruppen anschließen. Nach ihrem Einsatz als Soldaten leiden die Kinder an psychischen Störungen und Albträumen sowie an Drogen – und Alkoholabhängigkeit. Auch die Ablehnung durch die Gesellschaft, in deren Augen die Kindersoldaten als Mörder gelten, erschwert die Wiedereingliederung. Deshalb sind umfangsreiche Programme zur Rehabilitierung von Kindersoldaten wichtig. Mit der Unterstützung von UNICEF möchte die Bundesregierung einen Beitrag zur Stabilisierung und Befriedung der Region sowie zum Schutz der Menschenrechte leisten4).

UNICEF führt zahlreiche Projekte zur Demobilisierung und Wiedereingliederung von Kindersoldaten. Als Beispiel der UNICEF Projekte kann man die Übergangszentren nennen, in denen die Kinder medizinische und psychologische Betreuung erhalten, sowie an Schul- und Ausbildungsprogrammen,  die ihnen den Weg in einen normalen Alltag erleichtern, teilnehmen.

  1. UNICEF Kindersoldaten – Opfer und Täter zugleich []
  2. Child Soldiers Überblick; Link nicht mehr abrufbar – 11.05.2018 []
  3. UNICEF Kindersoldaten – Opfer und Täter zugleich []
  4. Auswärtiges Amt .Pressemitteilung []

Über Andreas / EarthLink

Praktikant bei EarthLink, studiert Geschichte mit Schwerpunkt Lateinamerika an der Universität Münster.
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