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Auf den Philippinen soll ein Programm gegen Kinderarbeit eingeführt werden

aktiv gegen kinderarbeit |  Bild:  © earthlink e.v.

aktiv gegen kinderarbeit | Bild: © earthlink e.v.

Das Institut für innerstaatliche Probleme der Region Cordillera hat kürzlich eine Mitteilung an alle seine leitenden Angestellten herausgegeben, dass sie Vorschläge zu Plänen, Programmen und Aktivitäten einreichen müssen, um gegen Kinderarbeit vorzugehen. Zudem wünscht man sich, dass noch Gesetzesentwürfe vorgelegt werden, die Kinderarbeit verbieten und gegebenenfalls sanktionieren. Außerdem soll sich die Regierung verpflichten, Organisationen und Programme in ihre Pläne und Projekte mit aufzunehmen und einzubinden. Diese Anweisungen wurden gemäß den Instruktionen des Präsidenten für menschliche Entwicklung und Reduktion der Armut weitergegeben.

Cordillera ist eine Region der Philippinen auf der Hauptinsel Luzon und umfasst sechs Provinzen.1) Die Kluft zwischen Arm und Reich ist hier sehr groß. Diese Diskrepanz ist ein großes Problem auf den ganzen Philippinen. Dem reichsten Fünftel der Bevölkerung wird mehr als die Hälfte des gesamten Volkseinkommens zugerechnet. Im Gegensatz dazu stehen die 40% der Menschen, die mit weniger als einem Euro am Tag auskommen müssen. 22 Millionen Menschen auf den Philippinen sind vom Hunger betroffen und haben oft oder immer nicht genug zu essen. Laut UNICEF zählen die Philippinen weltweit zu den zehn Ländern, welche die höchste Anzahl an mangelernährten Kindern unter fünf Jahren haben. Auf Grund der hohen Armut müssen die Kinder oft auch helfen, Geld zu verdienen, für einen Schulbesuch fehlen Geld und Zeit. Die meisten Kinder leisten Schwerstarbeit. Sie sammeln Papier, Plastik, Flaschen und Metalle, sortieren diese und erhalten von einem Händler wenige Pesos für den sortierten Müll.2)

Der Vorsitzende hatte des Weiteren eine Zusammenkunft veranlasst, um Ziele für den Plan, gegen Kinderarbeit vorzugehen, festzulegen. Ferner erwähnte er in seiner Mitteilung, dass der Staat Programme ins Leben rufen möchte, um Kinder von allen Formen der Ausbeutung, Beschimpfung, Gewalt, Diskriminierung und Kinderarbeit zu schützen. Außerdem sollen Strafen eingeführt werden, wenn gegen das Gesetz verstoßen wird.

Das Ziel des nationalen Komitees, das sich gegen Kinderarbeit einsetzt, ist, das Auftreten von Kinderarbeit komplett zu verhindern und zwar mit Hilfe des philippinischen Programmes gegen Kinderarbeit (PPACL).

In Zusammenarbeit mit dem PPACL müssen die Führungskräfte sicherstellen, dass die Projekte die schlimmsten Formen von Kinderarbeit auslöschen und dass man Gesetze schafft, die es für Familien nicht mehr attraktiv macht, ihre Kinder arbeiten zu lassen bzw. die die Notwendigkeit von arbeitenden Kindern abschaffen.3)

  1. Wikipedia – Cordillera []
  2. Philippinen Life-Armut []
  3. PIA Gouverment – Local chief exces told to adress child labor – nicht mehr verfügbar []

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