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Abgeordneter der Provinz Alberta fordert Fast Food-Riesen zum Boykott auf

 |  Bild: © n.v.

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Kanada ist sicherlich nicht das erste Land, das einem einfällt, wenn man an Kinderarbeit denkt. Umso überraschender ist die Tatsache, dass das Land bis jetzt weder die ILO-Konvention 138 zum Schutze vor ausbeuterischer Kinderarbeit, unterzeichnet hat, noch nationale Gesetze hat,  die ein Mindestalter für die Beschäftigung von Kindern festsetzen würden.

Ob es Regelungen in bestimmten Arbeitssektoren gibt, das hängt von den jeweiligen Provinzen ab. Bis jetzt hat die Provinzregierung Albertas im Agrarbereich noch keine großen Regulierungen vorgenommen. So ist es, wie jetzt in der Erntezeit, gängige Praxis, dass Kinder zur Kartoffelernte angestellt werden. Ein Abgeordneter des Provinzparlaments von Alberta hat nun den Fast Food-Riesen Frito Lay dazu aufgefordert Kartoffeln aus Alberta zu boykottieren, bis die Provinz die Gesetze ändert.

Dabei geht es ihm vor allem um die Gefahren, die auf Farmen für die Kinder entstehen: Zwischen 1999 und 2009 wurden 41 Kinder in der Landwirtschaft verletzt, 15 starben. Dem stehen die Farmer gegenüber, die versichern, dass die minderjährigen Arbeiter nur ungefährliche Tätigkeiten verrichten.

Der Mutterkonzern von Frito Lay, PepsiCo hat bereits angekündigt, dass man seine Verträge mit den Farmern einhalten werde.1)

  1. Der Artikel von Calgary Herald ist leider nicht mehr verfügbar. []

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