Positives Feedback via Gerichtsbeschluss – Grabsteine aus Kinderarbeit bleiben in Nürnberg verboten

Ungleichgewicht, Urteil

Bild: © n.v. -

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof bestätigte die Friedhofssatzung der Stadt Nürnberg, anlässlich der Klage eines Steinmetzbetriebes. Die Satzung sieht vor, keine Grabsteine aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu beziehen.

Hiergegen klagte ein Steinmetzbetrieb mit der Begründung, der Nachweis von “kinderarbeitsfreien“ Grabsteinen sei von Seiten des Betriebes nicht zu gewährleisten und eine bloße Versicherung oder Zusage der Steinmetze genüge der Stadt nicht. Vielmehr wird von den Betrieben eine glaubwürdige Zertifizierung verlangt, welche nachweist, dass die gesamte Wertschöpfungskette frei von ausbeuterischer Kinderarbeit ist.

Der Stadtkämmerer äußerte sich zu dem Urteil: „Die Stadt Nürnberg als Stadt der Menschenrechte begrüßt dieses Urteil außerordentlich. Es stärkt das kommunale Selbstverwaltungsrecht und ermöglicht der Stadt, ein deutliches Zeichen gegen das auf der ganzen Welt verbreitete Übel der ausbeuterischen Kinderarbeit zu setzen.“ Die Revision zum Bundesverwaltungsgericht wurde zugelassen. 1)

  1. Link zur Pressemitteilung der Stadt Nürnberg []

Über Timo / earthlink

Praktikant bei EarthLink, Student (Philosophie und Politikwissenschaft)
Dieser Beitrag wurde unter sonstiges abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Antwort zu Positives Feedback via Gerichtsbeschluss – Grabsteine aus Kinderarbeit bleiben in Nürnberg verboten

  1. Pingback: Erneuter Clinch um Grabsteine: Steinmetze aus Kehl klagen gegen Verbot von Kinderarbeits-Steinen | Aktiv gegen Kinderarbeit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.