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Neu-Delhi: 26 Kinder nach Razzia befreit

aktiv gegen kinderarbeit |  Bild:  © earthlink e.v.

aktiv gegen kinderarbeit | Bild: © earthlink e.v.

Zahlreiche Razzien im Bezirk Nabi Karim in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi führten zur Befreiung von 26 Kindern aus textil- und metallverarbeitenden Fabriken. Nachdem bereits am gestrigen Tag durch Polizeikräfte und die „Bachpan Bachao Andolan“ (BBA), eine Kinderrechtsorganisation aus Neu-Delhi, 19 Kinder aus diversen Lederwerken gerettet werden konnten1), ist den Behörden heute ein neuer Schlag gegen die in Indien weit verbreitete Kinderarbeit gelungen.

Die Opfer, die in der Regel Migrantenkinder aus Nordindien (Bihar, Uttar Pradesh) sind, konnten ausfindig gemacht werden, während sie Näharbeiten und handwerkliche Tätigkeiten mit teilweise ätzenden Flüssigkeiten und Metallen verrichteten.Die Kinder befinden sich nun in einer Rehabilitationseinrichtung (Mukti Ashram) in Burari.

Trotz indischer Bestrebungen, die Kinderarbeit einzudämmen, werden nach wie vor über 50.000 Kinderarbeiter in den Fabriken Neu-Delhis vermutet. Darüber hinaus gibt es tausende Kinder, die durch Straßenarbeiten und Schrottsammlungen ihren Lebensunterhalt verdienen und damit für staatliche Behördern schlichtweg unerreichbar sind. Die extra eingeführte Schulpflicht für indische Kinder bis 14 Jahre kann keinen nennenswerten Einfluss auf die benannten Zahlen entwickeln, da die allgemeine Armut indische Kinder auf die Straßen treibt, die damit auch zum Existenzerhalt der eigenen Familien beitragen.2)3)

  1. 19 children rescued from leather factories – India Express []
  2. HeralsSun: The tortured face of Indian child labour: a sinister industry []
  3. Fotoblog – Bonded child laborers rescued in New Delhi, India []

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