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Ukraine: Kinderrechte stärken

aktiv gegen kinderarbeit |  Bild:  © earthlink e.v.

aktiv gegen kinderarbeit | Bild: © earthlink e.v.

Wenige Tage vor Start der Fußball-Europameisterschaft weisen Unicef und Fußballmanager Oliver Bierhoff auf die schwierige Lage benachteiligter Kinder in der Ukraine hin. Bierhoff, der bereits seit 1998 Unicef Kampagnen unterstützt, sieht die Aufmerksamkeit der Welt als Chance, auf die Missstände der Kinder aufmerksam zu machen. Er ruft dazu auf, trotz all der Vorfreude auf die Spiele auch über die Stadien hinaus zu blicken.

Straßenkinder, Armut und Gewalt gegen Kinder und Jugendliche sind kein ungewohntes Bild in den Städten der Ukraine. Arbeitslosigkeit und fehlende soziale Absicherungen führen zu Verarmung, Perspektivlosigkeit sowie Alkohol- und Drogenmissbrauch. Viele Familien sind nicht in der Lage ihre Kinder ausreichend zu versorgen. Gerade in Kiew und Odessa macht sich dies bemerkbar: rund 100.000 Kinder und Jugendliche leben schutzlos auf den Straßen. Oftmals werden sie Opfer von Gewalt und sexueller Ausbeutung.1)

Auch die HIV-Infektionen unter Jugendlichen sind erschreckend und haben insbesondere in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Laut Unicef ist die Ukraine das europaweit am schlimmsten betroffene Land im Hinblick auf Aids. Dabei sind 80 Prozent der Betroffenen junge Leute zwischen 15 und 24 Jahren. Die meisten der Infizierten leiden unter Drogensucht und haben sich den Virus durch schmutziges Spritzbesteck eingefangen. Die weit verbreiteten Vorurteile verstärken die Diskriminierung von Betroffenen und erschweren den Kampf gegen die Krankheit.2)

Unicef arbeitet derzeit mit der ukrainischen Regierung zusammen, um die Gesellschaft über die Missstände zu informieren. Neben den Kampagnen im Bezug auf Kinderschutz, HIV und Kindergesundheit sollen vor und während der EM 40.000 Jugendliche bei Sportveranstaltungen über ihre Rechte informiert werden. Die Europameisterschaft soll damit nicht nur ein sportliches Großereignis werden, sondern gleichzeitig den Blick auf die Probleme der Austragungsländer lenken.

  1. Artikel von Süddeutsche.de – nicht mehr verfügbar []
  2. Link zu UNICEF []

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