Mexiko: Babyhandel-Ring aufgeflogen

Bereits im Januar dieses Jahres gelang es mexikanischen Behörden einen Babyhandel-Ring aufzudecken.1) Nun wurden weitere Details bekannt. Offensichtlich können nun zehn der elf verschleppten Babys ihren rechtmäßigen Müttern zurückgegeben werden. Nachdem die Babys, im Alter zwischen zwei Monaten und zwei Jahren, aus den Händen der Baby-Händler befreit wurden, waren diese mehr als vier Monate in einer staatlichen Kindergrippe untergebracht worden. Die Feststellung der biologischen Mütter erfolgte nun anhand einer DNA-Analyse.

Möglicherweise operierte der Babyhandel-Ring schon seit diversen Jahren. Durch eine Täuschung gelang es den Kriminellen die Babys ihren Müttern zu entreißen. So gaben vom Babyhandel-Ring engagierte Anwälte gegenüber den zumeist in prekären finanziellen Verhältnissen lebenden Müttern vor, die Babys lediglich für eine Fotokampagne gegen Abtreibung aufnehmen zu wollen. Hierfür erhielten die Mütter zumeist dringend benötigtes Geld weswegen sich viele auf das Geschäft einließen. War zu Beginn unklar, ob die Mütter sich mitschuldig gemacht haben, wurde daher nun ersichtlich, dass die getäuschten Mütter ebenfalls als Opfer anzusehen sind.

Anstatt die Babys wie angegeben für die Werbekampagne zu fotografieren und diese nach spätestens 15 Tagen den Müttern zurückzugeben, bereiteten die Anwälte daraufhin Verfahren vor, um den Müttern die Vormundschaft abzuerkennen und die Babys schließlich zur Adoption freigeben zu können. Anschließend wurden diese im Bundesstaat Jalisco irischen Paaren, welche die Anwälte bezahlten, zur Adoption angeboten. Aktuell befinden sich sieben vermutlich in den Babyhandel verwickelte Personen in Haft. Der als Kopf des Netzes geltende Anwalt Carlos López jedoch, ist flüchtig.2)3)

  1. EarthLink Bericht vom Januar []
  2. Artikel El Heraldo (auf Spanisch) []
  3. Artikel Huffington Post (Englisch) – Link nicht mehr verfügbar []

Über moritz / earthlink

Praktikant bei EarthLink / Student der Politikwissenschaft und der Kommunikationswissenschaft und Medienforschung and der LMU München
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