Forum nachhaltiger Kakao

Kakaoplantagen in Afrika

Auf einer afrikanischen Kakaoplantage. | Bild: © CIFOR [CC BY-NC-ND 2.0] - flickr

Kakao ist eines der wichtigsten europäischen Importgüter. Angebaut werden die Kakaobohnen meist von Kleinbauern, die mit dem Ertrag der Ernte ihre komplette Familie ernähren müssen. Dabei müssen meist auch die Kinder den ganzen Tag auf den Feldern schuften. Durch abgelegene Standorte der Betriebe und fehlende Infrastruktur haben die Kinder meist auch keinen Zugang zu Schulen oder der Familie fehlt bei einem Tageseinkommen von ca. 2$ das nötige Geld, um den Kindern eine Ausbildung ermöglichen zu können. Um die Situation der Kleinbauern durch höheren Umsatz dauerhaft verbessern zu können, muss in diese Kleinbauern investiert werden, um den möglichen Ertrag zu steigern, da die Leistungsfähigkeit nur zu 30-50% ausgeschöpft wird.

Deutschland muss als weltweit zweitgrößtes Importland eine große Verantwortung übernehmen, weshalb die Bundesregierung jetzt das „Forum Nachhaltiger Kakao“ gegründet hat. Ziel der Regierung ist es, durch nachhaltige und produktive Anbaumethoden, die Ertragsmöglichkeiten besser auszuschöpfen und somit den Kleinbauern durch ein höheres Einkommen aus der Armut zu verhelfen. Laut Dirk Niebel, der derzeitige Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hätten so auch die Kinder eine Chance auf Bildung, durch die der Armutskreis durchbrochen werden könnte. Das Kakaoforum soll aber auch Abnehmern bessere Chancen bieten, da diese nicht länger mit Verlusten durch falsche Produktionsmethoden konfrontiert wären.

Laut unserer Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner erklärte sich ein Großteil der deutschen Firmen dazu bereit, einen möglichst großen Anteil ihres gelieferten Kakaos aus nachhaltigem Anbau beziehen zu wollen.

Alle Einzelprojekte und Aktionen sollen über den Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie koordiniert werden und durch den Bundes-Verband des Deutschen Lebensmittelhandels finanziert werden.

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